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Aphten: wenn es im Mund schmerzt

Aphten: wenn es im Mund schmerzt

Manchmal reicht schon etwas Stress um Aphten bzw. Aphthen (umgangssprachlich auch: Aften) zu erzeugen. Aber auch hormonelle Schwankungen, ein Mangel an Eisen, Folsäure oder Vitamin B12 können die Ursache der kleinen Bläschen auf der Wange, am Gaumen oder am Zungenrand sein. Obwohl die Bläschen oft nur sehr klein sind, können sie ziemlich schmerzhaft sein.

Die genauen Ursachen für Aphten sind noch unbekannt. Neben den bereits genannten Faktoren werden auch Nahrungsmittel (z.B. Kaffee, Schokolade, Tomaten, Erdbeeren, Käse, Erdnüsse) oder Medikamentenunverträglichkeiten als Auslöser der Krankheit vermutet. Scheinbar kann selbst das in vielen Zahnpasten vorhandene Natriumlaurylsulfat die Entstehung von Aphten begünstigen (vgl. Altenburg et al. 2014). Laut Studien soll die Vermeidung von Zahnpasten mit Natriumlaurylsulfat eine Verringerung der Aphtenentstehung um 64 % bewirkt haben (vgl. Zunt 2003). Diskutuiert werden zudem genetische Ursachen. Denn bei 40 % der Personen mit ständig wiederkehrenden Aphthen leiden auch weitere Familienmitglieder an der Krankheit.

Die ersten Aphten erscheinen oft schon im Kindesalter, können dann aber während des ganzen Lebens immer wiederkommen. Rund 20 % der Bevölkerung leiden im Laufe ihres Lebens an Aphten.

Küssen erlaubt

Sie können die stecknadelkopf- bis münzstückgroßen Aphten recht leicht erkennen. Die Aphten sind scharf abgegrenzt und treten meistens einzeln auf. Der entzündliche Schleimhautdefekt ist von einem roten Hof umgeben, auf dem ein weißlicher Belag aus Protein (Fibrin) liegt (vgl. Legal et al. 2013).

Aphten an der Unterlippe.
Aphten an der Unterlippe.

Keine Sorge: eine Gefahr beim Küssen besteht nicht. Denn Aphten sind nicht ansteckend. Unbehandelt sind kleinere Aphten nach etwa 4 bis 14 Tagen ausgeheilt (vgl. Altenburg et al. 2012). Ist dies bei Ihnen nicht der Fall, dann sollten Sie ein Arztpraxis aufsuchen. Denn Aphten können ein Hinweis auf andere Erkrankungen sein, beispielsweise chronische Gastritis, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder eine Zöliakie (Glutenunverträglichkeit).

Wie werden Aphten behandelt?

Wie bereits beschrieben, verschwinden die meisten Aphten auch unbehandelt nach wenigen Tagen. Um den Schmerz zu lindern und die Heilung zu beschleunigen gibt es nicht nur verschiedene Arzneien und Mundtherapeutika, sondern auch einfache Hausmittel. Mundspülungen mit Salbei, Kamille, Rathania, Arnika oder Malve lindern ebenso die Beschwerden wie Teebaumöl oder Propolis (Bienenharz). Einige im Handel erhältlichen Produkte (z.B. GUM® AftaClear, Gengigel Zahnfleischgel) enthalten Hyaluronsäure, wodurch die Zellerneuerung gefördert und die Abheilung beschleunigt wird. Andere Produkte (z.B. Aphtofix Aphthencreme) bilden einen schützenden Film über der Entzündung.

Wie kann ich Aphten vorbeugen?

Die Vorbeugung beginnt mit einer sorgfältigen Mundhygiene mit Zahnbürste, Zahnpasta (möglichst ohne Natriumlaurylsulfat) und Zahnseide. Ergänzt wiird diese Maßnahme durch eine ausgewogene Ernährung, die die die wichtigen Spurenelemente, insbesondere Eisen und Zink, und die Vitamine Folsäure/Vitamin B9 sowie Vitamin B12 enthält. Da auch Stress einen gewissen Einfluß auf die Entstehung von Aphten hat, ist Stressabbau, beispw. durch Sport oder Autogenem Training, sinnvoll.

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