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FDA: Verbot von Benzocain-haltigen Zahnungshilfen droht.

FDA erwägt Verbot Benzocain-haltiger Medikamente für den Mund.

Bereits 2011 hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA eine Sicherheitswarnung zum Lokalanästhetikum Benzocain in herausgegeben. Nun erwägt die Behörde sogar ein Verbot von Benzocain-haltigen Medikamenten zur Anwendung in der Mundhöhle.

Benzocain kann seltene, aber schwere Nebenwirkung verursachen

Hierzu gehören nicht nur frei verkäufliche Benzocain-haltige Lutschtabletten, sondern auch Mundspülungen und Zahnungshilfen, die dieses Anästhetikum enthalten. Grund für diese Warnung und das drohende Verbot ist die zwar seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung Methämoglobinämie, die dieser Wirkstoff verursachen kann. Hierbei oxidiert das zweiwertige Eisen des roten Blutfarbstoffs zu dreiwertigem. Mit der Folge, dass kein Sauerstoff mehr transportiert wird. Kopfschmerzen, Herzklopfen, Bewusstseinsverlust und im schlimmsten Fall der Tod sind die Folge. Laut der Food & Drug Administration (FDA) wurden seit 1971 400 Zwischenfälle Fälle einer von Benzocain ausgelösten Methämoglobinämie gemeldet. Diesen Gefahren steht nur ein geringer Nutzen gegenüber, denn die schmerzlindernde Wirkung von Benzocain in der Mundhöhle ist gering.

FDA droht mit Verbot

Daher empfiehlt die FDA den Herstellern, den Verkauf Benzocain-haltiger Präparate zur Linderung von Zahnfleischentzündungen und Zahnungsbeschwerden bei Säuglingen oder Kleinkindern unter zwei Jahren nicht mehr zu vertreiben. Sollten die betroffenen Hersteller auf diese Empfehlung nicht reagieren, droht ihnen die FDA ein Verkaufsverbot an. Darüber hinaus fordert die US-Arzneimittelbehörde, auf allen Bezocain-haltigen Produkten entsprechende Warnhinweise anzubringen (vgl. FDA).

Zahnungsbeschwerden lassen sich auch ohne Medikamente lindern

Auch in Deutschland ist Benzocain in frei erhältlichen Sprays, Spülungen, Tabletten oder Gelen gegen Halsschmerzen, Aphten oder Zahnfleischentzündungen enthalten. Zwar kritisieren in Deutschland Vebrauchermagazine immer wieder die Verwendung dieses Anästhetikums in Lutschtabletten. Hier steht jedoch die Allergien auslösende Wirkung im Zentrum der Kritik und nicht die mögliche Methämoglobinämie.

Zahnungsbeschwerden beim Baby lassen sich auch ohne Medikamente lindern. Massieren Sie das Zahnfleisch mit dem Finger, und geben Sie Ihrem Baby einen Beißring. Beides hilft wirkungsvoll und ganz ohne Nebenwirkungen.

(Foto: © Oscar Brunet / Fotolia)

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