Blog Zahnputzladen

Zahnpflege auf höchstem Niveau

Zahnfüllungen – welche gibt es?

Moderner Wissenschaft gelingt viel. Aber Löcher in Zähnen müssen noch immer mit Zahnfüllungen geschlossen werden. Eine Selbstheilung ist leider nicht möglich.

Zahnfüllungen aus Kunststoff oder doch lieber aus Gold?

Trotz vieler wissenschaftlicher Fortschritte: Ein Loch im Zahn heilt nicht wieder aus, denn die den Zahnschmelz bildenden Zellen sterben bereits nach dem Durchbruch des Zahns in die Mundhöhle ab. Also muss das durch die Karies entstandene Loch im Zahn durch eine Füllung geschlossen werden.

Aber welche Füllung soll genommen werden? Welche Füllung ist zweckmäßig? Amalgam, Kunststoff oder doch lieber ein Inlay aus Gold oder Keramik? Hier erfahren Sie, welche Füllungsarten es gibt, wann sie eingesetzt werden können und welche Vor- und Nachteile sie haben.

Plastische Zahnfüllungen und Einlagefüllungen

In der Zahnmedizin wird zwischen plastischen Füllungen (z.B. Amalgamfüllungen, Kunststofffüllungen) und Einlagefüllungen (Inlays, Onlays) unterschieden.

Linkes Bild: Amalgamfüllungen als Beispiel für plastische Füllungen.
Rechtes Bild: Goldinlay als Beispiel für Einlagefüllung. (Fotos: Dentimages)

Plastische Füllungen werden in weichem (plastischen) Zustand in den Zahn eingebracht. Erst im Zahn härten die Zahnfüllungen aus. Eine Einlagefüllung (Inlay) fertigt entweder der Zahntechniker im Dentallabor auf einem Modell der aufgebohrten Stelle des Zahnes an, oder das Inlay wird direkt in der Zahnarztpraxis mit Hilfe moderner Computertechnik (CAD/CAM) hergestellt. Nach der Fertigstellung wird das Inlay mit Zement oder einem speziellen Kleber auf Kunststoffbasis am Zahn befestigt.

Einlagefüllungen sind vor allem für größere Löcher im kaudruckbelasteten Seiten- oder Backenzahnbereich geeignet. Sie können aus Gold, Keramik, Kunststoff oder Titan gefertigt werden. Aufgrund der aufwändigen Herstellung sind diese Füllungen relativ teuer. Die Kosten für Einlagefüllungen werden von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht übernommen. Allerdings zahlt die GKV einen Zuschuss, der so hoch ist, wie der Betrag, der für eine Amalgam-Füllung (Regelversorgung) berechnet wird.

Der Zahn muss für die Füllung vorbereitet werden

Zunächst muss für eine Zahnfüllung das durch die Karies entstandene Loch (Kavität) im Zahn aufbereitet (präpariert), bzw. die schadhafte Füllung entfernt werden. Mit Diamantschleifkörpern, Hartmetallbohrern, druckluftgetriebener Turbine oder Mikromotor, mit Laser mittels Kavitation oder einem chemischen Mittel entfernt der Zahnarzt oder die Zahnärztin zunächst durch Karies zerstörten Stellen am Zahn. Hierbei wird versucht, möglichst wenig natürliche und gesunde Zahnsubstanz zu entfernen (= minimalinvasiv).

Linkes Bild: Backenzähne (Prämolar und Molar) im Oberkiefer mit alten Amalgamfüllungen, unter denen Karies festgestellt wurde.
Mittleres Bild: Situation nach Entfernung der alten Füllungen und der Karies. Zur Trockenlegung ist ein Kofferdamgummi gespannt. Zur optimalen Gestaltung der Approximalkontakte wurde ein Teilmatrizensystem verwendet, das mit Holzkeilen und Metallringen fixiert wurde.
Rechtes Bild: Fertige Kunststofffüllung.
(Fotos: Dentimages)

Jede Füllungsart, jedes Material hat seine spezifischen Vor- und Nachteile. Die Auswahl der besten Methode richtet sich immer nach dem Zahnschaden, also dem Loch. Nicht nur die Wahl des Füllungsmaterials ist wichtig. Auch der Qualität der Verarbeitung kommt große Bedeutung für die Haltbarkeit der Zahnfüllung zu.

Wie sieht eine gute Zahnfüllung aus?

  • Kontaktpunkte sind vorhanden
    Bei jeder Füllung, die in Kontakt zu Nachbarzähnen steht, ist wichtig, dass ein Kontaktpunkt zwischen Füllung und  Nachbarzahn besteht. Dieser Kontaktpunkt sollte nicht großflächig, sondern punktförmig gestaltet sein. Die Zahnseide muss mit leichtem Druck durch diesen Kontaktpunkt gleiten. Der Kontaktpunkt ist zu schwach ausgebildet, wenn bei nicht gelockerten Zähnen ständig Speisereste hängen bleiben. Wenn Ihre Zahnseide an einer Füllung ständig hängen bleibt oder immer zerfasert, kann das auf eine nicht optimale Füllung im Zahnzwischenraum oder Karies hinweisen.
  • Keine Stufe am Übergang Zahn/Füllung
    Am Übergang zwischen Zahn und Füllung darf keine Stufe vorhanden sein. Die Zahnseide muss am Zahn problemlos auf- und abgleiten.
  • Okklusion ist korrekt
    Mit einem dünnen Farbpapier prüft der Zahnarzt bzw. die Zahnärztin die Okklusion der neuen Zahnfüllung. Sie dürfen bei korrekter Okklusion nicht das Gefühl haben, dass ein Zahn zu hoch ist oder stärker belastet wird. Ist die Füllung zu hoch, muss der Zahnarzt die Füllung “einschleifen”.
  • Zahnfüllung ist poliert
    Nach dem Legen der Füllung oder in einer weiteren Sitzung wird die Füllung poliert. Durch diese Politur wird die Füllungsoberfläche geglättet und ein glatter Übergang zwischen Füllung und Zahn hergestellt. Das wirkt vorbeugend gegen die Anlagerung von Belägen.

Welche Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung?

Plastische Füllungen wie Amalgamfüllungen oder Glasionomer-Zement-Füllungen sind sogenannte Vertragsleistungen und können über die Versichertenkarte abgerechnet werden. Aufgrund der aufwendigeren Maßnahmen im Zusammenhang mit Kunststofffüllungen hat Ihre Zahnärztin bzw. Ihr Zahnarzt die Möglichkeit, private Mehrkosten zu berechnen. Über diese Mehrkosten muss vor Behandlungsbeginn eine schriftliche Vereinbarung (Vereinbarung gemäß § 28 Abs. 2 SGB V, Mehrkostenformular) getroffen werden.

Die Versorgung mit Inlays, z.B. Keramik-Inlays, ist grundsätzlich eine Privatleistung, die nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) abgerechnet wird. Handelt es sich um einen behandlungsbedürftigen Zahn, der mit einem Inlay versorgt werden soll, kann Ihr Zahnarzt über die Versichertenkarte die Kosten abrechnen, die für eine plastische Füllung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherungen berechnungsfähig gewesen wären.

Eine Ausnahmeregelung gilt immer dann, wenn durch einen Allergietest (Epikutan) eine sehr seltene Allergie gegen Inhaltsstoffe der plastischen Füllmaterialien nachgewiesen wurde oder eine schwere Niereninsuffizienz besteht. Erfolgt die Neuversorgung im Rahmen einer Wunschbehandlung, beispielsweise weil Sie eine noch intakte Amalgamfüllung gegen eine Kunststofffüllung austauschen wollen, dann müssen Sie die entstehenden Kosten selbst tragen.

Plastische Füllungen

Amalgamfüllung

Zahnfüllungen

Seit über 100 Jahren wird Amalgam weltweit für Zahnfüllungen verwendet. Amalgam ist eine hoch silberhaltige Legierung aus Quecksilber und weiteren Metallen wie Kupfer und Zinn. In den Handel und zum Zahnarzt kommt es als Pulver. Durch Hinzugabe von flüssigem Quecksilber zu diesem Pulver entsteht Amalgam.
 
Trotz aller gegenteiligen Behauptungen: Amalgam ist einer der sichersten Werkstoffe in der Zahnmedizin. Es gibt kein anderes Arzneimittel, das beim Menschen so gründlich untersucht wurde wie Amalgam. Und bis heute gibt es noch keinen überzeugenden wissenschaftlichen Nachweis, der die immer wieder angeführten physischen und psychischen Symptome als ursächliche Nebenwirkungen des Amalgams anerkennt. Dennoch darf seit 2018 Dentalamalgam EU-weit bei Kindern unter 15 Jahren, Schwangeren und Stillenden nur noch in medizinischen Ausnahmefällen verwendet werden. In jedem Fall kritisch ist Amalgam in Hinblick auf die Quecksilberbelastung der Umwelt zu sehen. Zumal sich die EU-Mitgliedstaaten verpflichtet haben, die Verwendung von Dentalamalgam weiter zu reduzieren. Schon heute wird Amalgam als Füllungswerkstoff immer weniger verwendet. Was auch daran liegt, dass Patienten zunehmend zahnfarbene Füllungen verlangen.

Füllungen aus Amalgam sind vor allem für größere Defekte an den Backenzähnen geeignet. Denn diese Füllungen halten sehr gut den hohen Kaudruck stand.

Wie wird eine Amalgamfüllung angefertigt?
Zunächst bohrt der Zahnarzt die kranke Zahnhartsubstanz möglichst schonend aus. Dann wird das Amalgam hergestellt, indem in einem Mischautomat das Silberpulver und die übrigen Legierungsbestandteile mit dem Quecksilberanteil gemischt werden. Das weiche Amalgam wird nun in das vorbereitete Loch gefüllt, verdichtet und die Zahnoberfläche geformt. Das gehärtete Material sieht zunächst matt-grau aus. Nach 24 Stunden kann die Füllung poliert werden.

Vorteile

Nachteile

  • lange Haltbarkeit, 10 Jahre u. länger
  • kostengünstig
  • nicht sehr aufwendige Verarbeitung
  • vor allem für den Backenzahnbereich geeignet
  • nicht zahnfarben
  • elektrochemische Probleme
  • Quecksilberbelastung
  • Quecksilberallergie
  • eventuell Metallgeschmack

Haltbarkeit

Beteiligung durch gesetzliche Krankenversicherung

  • sehr langlebig, 10 - 15 Jahre
  • Amalgam ist die Regelversorgung, die von der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) bezahlt wird. Erst bei einer nachgewiesenen Unverträglichkeit übernimmt die Kasse die Kosten für einen alternativen Werkstoff

Mögliche Gesundheitsrisiken

Es gibt bisher keine wissenschaftlichen Beweise für mögliche gesundheitliche Risiken.
Dennoch darf bei

  • Kindern unter 15 Jahren
  • bei Schwangeren
  • bei Stillenden

Amalgam nur in Ausnahmefällen gelegt werden.

 

Goldhämmerfüllung (Goldstopffüllung)

Schon die alten Griechen setzten Gold als Füllungsmaterial ein. Die ersten Hinweise auf Blattgold als Füllmaterial sind über 1200 Jahre alt und stammen aus Arabien. Ab dem 14. Jahrhundert wurde Goldfolie zu einem gebräuchlichem Füllmaterial. Ihre Blütezeit hatte diese Füllungsart im 19. Jahrhundert in Amerika. Zwar geriet die Methode nach dem II. Weltkrieg in Vergessenheit, erlebt aber zwischenzeitlich wieder neuen Aufschwung (vgl. Kamann 2009).

Goldhämmer Füllung
Goldhämmer Füllung

Bei dieser Füllungstechnik werden hauchdünne 24-karätige Goldfolien zu Kügelchen gerollt und schichtweise mit einem Hämmerchen in das entsprechend vorbereitete Loch, die Kavität, geklopft und dabei kalt verschweißt. Dadurch verbinden sich die einzelnen Lagen der Folien zu einer kompakten Füllung. Die Goldhämmerfüllung, oft auch als Goldstopffüllung bezeichnet, hat nicht nur einen sehr guten Randschluss. Sie ist auch besonders gewebefreundlich. Zwar ist die Herstellung dieser Füllungsmethode sehr zeitintensiv, doch als Lohn winkt eine besonders langlebige Füllung. Haltbarkeiten von 30 Jahren und länger sind keine Seltenheit.

Gut geeignet ist die Goldhämmerfüllung für kleine seitliche Defekte an Backenzähnen und für Füllungen am Zahnhals.

Vorteile

Nachteile

  • zahnschonende Bearbeitung des Zahnes
  • sehr guter Randschluss
  • gute biologische Verträglichkeit
  • nicht zahnfarben
  • nur für kleine Füllungen und Zahnhalsfüllungen geeignet

        Haltbarkeit

Beteiligung durch gesetzliche Krankenversicherung

  • Haltbarkeit von 30 Jahren und länger
  • Privatleistung, keine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Handelt es sich um einen behandlungsbedürftigen Zahn, kann Ihre Zahnärztin/Ihr Zahnarzt über die Versichertenkarte die Kosten abrechnen, die für eine plastische Füllung (Amalgam) zu Lasten der GKV berechnungsfähig wären (ca. 35€).

Mögliche Gesundheitsrisiken

  • Sehr gewebeverträglich.
Glasionomerzement

Glasionomerzement besteht aus einem Gemisch aus Carbonsäuren (z. B. Polyacrylsäure oder deren Kopolymere), anorganischen Füllkörpern (Kalzium-Aluminium-Silikat-Glas) und destilliertem Wasser, das durch eine Säure-Basen-Reaktion aushärtet. Das Füllungsmaterial, das zahnfarben sein kann, wird hauptsächlich bei Kindern für Milchzahnfüllungen und bei bleibenden Zähnen für provisorische Füllungen, z.B. während einer Schwangerschaft, verwendet. Die Füllung haftet sowohl am Zahnschmelz als auch am Dentin. Eine besondere Klebetechnik ist nicht erforderlich.

Zwar hält eine Glasionomer-Zement-Füllung nicht so lange wie eine Amalgam-Füllung, dafür enthält aber Glasionomerzement Fluorid, das kontinuierlich an den Zahn abgegeben wird. Durch diese Fluoridabgabe an die Füllungsumgebung wird ein automatischer Kariesschutz im Füllungsbereich bewirkt. Deshalb sind Glasionomer-Zement-Füllungen vor allem im kindlichen Gebiss eine gute Wahl.

Um die Materialeigenschaften, z. B. die Biege- und Abriebfestigkeit der herkömmlichen Glasionomer-Zemente zu verbessern, wurden in den 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts  Versuche mit Metallzusätzen (z. B. Silber) vorgenommen. Unter hohen Temperaturen wurden die Metallteilchen an das Glaspulver gebunden. Diese metallverstärkten Glasionomer-Zemente bezeichnet man als Cermet-Zemente (Ceramik-Metall-Glasionomer-Zemente). Die erhoffte Verbesserung der Materialeigenschaften konnte in verschiedenen Untersuchungen nicht bestätigt werden. Da es bei diesen Zementen aufgrund ihres Metallgehaltes außerdem zu Verfärbungen des Zahnes kommt, sind sie als Füllungsmaterial nicht geeignet.

Anstelle von Metallen können auch Kunststoffe zugesetzt werden. Diese kunstoffmodifizierte Glasionomer-Zemente werden durch Licht (z. B. Halogen- oder LED-Licht) ausgehärtet.  

Eine dänische Studie, in der über die Dauer von acht Jahren das Schicksal von 500 Amalgam und Glasionomer-Zement-Füllungen bei Kindern im Alter von 3 bis 13 Jahren untersucht wurde, konnte den Kariesschutz der Glasionomer-Zement-Füllungen bestätigen. Bei Amalgamfüllungen mussten die Nachbarzähne der gefüllten Zähne, die im direkten Kontakt zur Füllungsmasse standen, in 30% aller Fälle wegen Karies behandelt werden. Bei Glasionomer-Zement-Füllungen waren es lediglich 16%. Es sollte allerdings nicht verschwiegen werden, dass nach einer Literaturauswertung durch Nathanson (2000) der Kariesschutz nicht schlüssig bewiesen ist. Aufgrund der Karieshemmung durch Fluoridabgabe und der relativ einfachen Verarbeitung der Glasionomer-Zemente werden sie erfolgreich im Rahmen der von der WHO geförderten ART-Versorgung ("Atraumatic Restoration Treatment" = Füllungsbehandlung ohne Bohrer) in Entwicklungsländern verwendet.

Bei der ART-Technik wird Karies mit Hilfe von Handinstrumenten entfernt und anschließend der Zahn mit Glasinonomerzementen gefüllt. Eine Anästhesie wird nicht benötigt, da durch den Verzicht auf den schnelllaufenden Bohrer in der Regel kein Schmerz  entsteht. Diese Art der Behandlung ist für ländliche Gebiete in Entwicklungsländern entwickelt worden, in denen kein elektrischer Strom zum Betrieb zahnärztlicher Instrumente zur Verfügung steht. Der Bevölkerung soll mit dieser einfachen Behandlung zumindest ein Mindestmaß an zahnmedizinischer Versorgung ermöglicht werden. Das es funktioniert, zeigt eine chinesische Studie (Hu et al.) aus dem Jahr 2004: kleine einflächige ART-Füllungen waren nach 6 Jahren noch zu 75% und große einflächige noch zu 61% vorhanden.

Anwendung

keine Anwendung

  • Milchzahnfüllungen (eingeschränkt)
  • Fissurenversiegelung (eingeschränkt) 
  • Zahnhalsfüllungen
  • provisorische Füllung
  • Unterfüllung
  • Aufbaumaterial für Kronen und Brücken
  • Befestigungszement für Kronen/Brücken
  • Befestigungszement für kieferorthopädische Bänder
  • endgültige Füllung für Kauflächen im Seitenzahnbereich des bleibenden Gebisses
Keramikinsert

Keramikinsert
Keramikinsert

Sozusagen ein "Wanderer zwischen zwei Welten" sind Keramik-Inserts. Fabrikmäßig hergestellte Keramikteile, sogenannte Inserts, werden mit Komposit im Zahn verklebt. Zuvor wird das Loch im Zahn mit speziellen Schleifkörpern, die exakt auf die Form der Keramikteile abgestimmt sind, vorbereitet. Aufgrund des genau passenden Keramik-Inserts muss nur wenig Kunststoff verwendet werden.

Nachteile der Komposite, nämlich Schrumpfung und Abriebfestigkeit sollen hierdurch beseitigt werden. Eine Hoffnung, die sich jedoch nicht unbedingt bestätigt. Eine Studie der Universität Köln brachte enttäuschende Ergebnisse. Das Fazit der Wissenschaftler: Keramikinserts sind als Zahnfüllungen nur bedingt zu empfehlen (vgl. Keramikinserts unbefriedigend). Im Vergleich zu im zahntechnischen Labor hergestellten Inlays sind sie aber erheblich preiswerter und es wird nur ein Behandlungstermin benötigt.

Keramik ist gut verträglich, kann aber in Spuren radioaktive Substanzen enthalten. Eine gewisse Allergiegefahr geht von dem Komposit aus, mit dem die verbleibenden Hohlräume zwischen Keramikinsert und Zahn aufgefüllt werden.

Vorteile

Nachteile

  • sehr gute Ästhetik, da zahnfarben
  • zahnschonende Bearbeitung des Zahnes
  • Verwendung im Seitenzahnbereich eingeschränkt
  • keine große Belastbarkeit

Haltbarkeit

Beteiligung durch gesetzlichen Krankenversicherung

  • Haltbarkeit von 5 - 10 Jahren 
  • Privatleistung, keine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse (GKV). Handelt es sich um einen behandlungsbedürftigen Zahn, kann Ihre Zahnärztin/Ihr Zahnarzt über die Versichertenkarte die Kosten abrechnen, die für eine plastische Füllung (Amalgam) zu Lasten der GKV berechnungsfähig wären.

Mögliche Gesundheitsrisiken

  • Keramik ist gut verträglich. Allergiegefahr durch Komposit.
Kompomere

Kompomere
Kompomere

1994 erschien unter dem Namen Dyract® (DeTrey) das erste Kompomer auf dem Markt. Kompomer ist ein zahnfarbener Füllungswerkstoff aus Komposit und Glasionomer-Zement. Dadurch werden die guten Haftfähigkeiten des Glasionomer-Zements mit den Vorteilen des Komposits verbunden. Kompomere enthalten Monomere, Photoinitiatoren, Stabilisatoren, Farbpigmente und Füllkörper, die auch in Kompositen angewendet werden. Zusätzlich enthalten sie Dimethacrylatmonomere und Füllkörper aus Barium-Aluminium-Fluorosilikat-Gläsern.

Kompomere sind geeignet für Füllungen im sichtbaren Bereich, z. B. Zahnhalsfüllungen,  und für kleinere Füllungen im Seitenzahnbereich ohne große Kaubelastung. Vor allem im Milchgebiss haben Kompomere ein breites Anwendungsspektrum.

Kompomere sind "Ein-Komponenten-Systeme", die erst nach Lichtzufuhr aushärten. Für einen guten Verbund der Füllung mit dem Zahn ist ein Einkomponenten-Primer als Haftvermittler notwendig.

Die Materialeigenschaften der Kompomere sind denen der Glasionomer-Zemente überlegen. Sie erreichen aber nicht die Materialeigenschaften der Kompositmaterialien. So konnte Haller und Günther (1998) zeigen, dass die Randqualität von Kompomeren schlechter war als bei Komposit-Füllungen. Zwischen Kompomerfüllung und Zahn kommt es also eher zu Spalten als bei Komposit-Füllungen. Während die Glasionomer-Zemente chemisch an Schmelz und Dentin haften, muss bei den Kompomeren wie bei den Dentinadhäsiv-/Kompositsystemen ein mikromechanischer Verbund hergestellt werden. Hierbei ist eine gute Trockenlegung des Arbeitsbereichs nötig.

Da die Fluoridabgabe aus Kompomeren im Vergleich zu den konventionellen Glasionomer-Zementen wesentlich geringer ist, wird versucht, durch Zusatz von Fluorid zum Primer und durch Erhöhung des Anteils der fluoridhaltigen Füllkörper die Fluoridabgabe zu erhöhen.

Wie wird eine Kompomer-Füllung angefertigt?
Zunächst bohrt der Zahnarzt die kranke Zahnhartsubstanz möglichst schonend aus. Ohne den Zahnschmelz aufzurauen wird der Zahn mit einem lichthärtenden Spezial-Kunststoffkleber, dem sogenannten Adhäsiv, vorbereitet. Mittels einer Dosierspritze wird das Material direkt in das vorbereitete Loch gefüllt. Durch ein Spezial-Kaltlicht härtet das Material im Zahn aus. Nun arbeitet der Zahnarzt die Füllung entsprechend den anatomischen Gegebenheiten des Zahnes aus.

Bioverträglichkeit
In Komposit-Kunststoffen sind eine Reihe von Substanzen enthalten, die als Allergene gelten. So lässt sich beispielsweise beim Abbinden von Komposit-Kunststoffen, die in Kompomeren enthalten sind, Formaldehyd nachweisen. Formaldehyd ist eine vom Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin als "bedeutendes Kontaktallergen" eingruppierte Chemikalie (Kayser u. Schlede 2001). Selbst bei abgebundenen Kompositen ist Formaldehyd noch bis zu 115 Tagen nach der Polymerisation nachweisbar. Formaldehyd-Allergien können als Asthma auftreten oder sich als Zahnfleischentzündung zeigen (Schmalz 2005).

Anwendung

keine Anwendung

  • Milchzahnfüllungen (eingeschränkt)
  • Zahnhalsfüllungen
  • längerfristige provisorische Füllungen an Seitenzähnen
  • endgültige Füllung für Kauflächen im Seitenzahnbereich des bleibenden Gebisses
    (kein Amalgamersatz!)
  • Allergien gegen Bestandteile von Kompositen und Adhäsiven

Vorteile

Nachteile

  • Fluoridabgabe an den Zahn
  • einfache Verarbeitung
  • ansprechende Ästhetik
  • keine Säure-Ätz-Technik notwendig
  • nur für kleinere Füllungen ohne große Kaudruckbelastung geeignet

Haltbarkeit

Beteiligung durch gesetzliche Krankenversicherung

  • Haltbarkeit von ca. 3 – 5
    Jahren
  • Zur Versorgung von Frontzahndefekten und für Füllungen im Zahnhalsbereich werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) übernommen.

Mögliche Gesundheitsrisiken

  • vereinzelt Allergien

Literatur:
Haller, B., Günther, J.: Randqualität von Klasse-II-Kompomerfüllungen. Dtsch. Zahnärztl. Z. 1998 (5): 330-336. (Zusammenfassung).
Illig, U.: Füllungsmaterialien im Milchgebiß: GIZ, Komposites oder Kompomere? BZB 6/2003:56.
Kayser, D., Schlede, E. (Hrsg.): Chemikalien und Kontaktallergie - Eine bewertende Zusammenstellung. Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin. Urban & Vogel, München (2001).
Krämer, N., Frankenberger, R.: Kompomere im Milchgebiss. BZB 1-2/2004:26-28.
Manhart, J.: Charakterisierung direkter zahnärztlicher Füllungsmaterialien für den Seitenzahnbereich - Alternativen zum Amalgam? Die Quintessenz 2006; 57 (5): 465-481. (Zusammenfassung).
Schmalz, G.: Komposit-Kunststoffe. In: Schmalz, G., Arenholt-Bindsley, D.: Biokompatibilität zahnärztlicher Werkstoffe. Urban & Fischer, München (2005), 118-123.

Komposit-Füllung (Composite)

Komposit-Füllung
Komposit Füllung

Lange Zeit gab es keine Möglichkeit, zahnfarbene Füllungen direkt im Mund herzustellen.  Wer eine zahnfarbene Versorgung wünschte, musste auf im laborgefertigte indirekte Lösungen wie Keramikinlays oder Keramikkronen ausweichen. Mit der Entwicklung von zahnfarbenen Komposit-Füllungen („Kunststofffüllungen“) wendete sich das Blatt. Kompositfüllungen bestehen zu einem Drittel aus Kunststoff und zu zwei Dritteln aus keramischen Füllkörpern (Glaskeramik).  Komposit-Füllungen sind daher eher Keramik als Kunststofffüllungen.

Optisch ist die Füllung vom natürlichen Zahn fast nicht zu unterscheiden. Kunststofffüllungen sind daher gut für eine minimalinvasive, das heißt Zahnsubstanz schonende Versorgung bei Frontzähnen oder im Zahnhalsbereich geeignet. Im kaubelasteten Seitenzahnbereich sind sie eingeschränkt zu verwenden. Denn, je größer das Loch ist, desto schlechter halten die Komposit-Füllungen. Vor allem Hybridcomposite mit einem erhöhten Füllkörpergehalt eignen sich für den Backenzahnbereich, also dort, wo Kaudruck entsteht.

Spezielle Klebetechnik verbessert die Qualität der Füllung
Damit die Füllung am Zahn besser haftet, wird eine spezielle Technik ("Adhäsivtechnik") angewendet: Zunächst wird die Zahnfläche mit Säure etwas aufgeraut und ein Haftvermittler aufgetragen. Da Speichel die Haftung der Füllung mit dem Zahn verschlechtert, muss der betroffene Zahn vor dem Speichel geschützt werden. Das kann beispielsweise mit einem Gummituch, dem sogenannten Kofferdam, geschehen. Anschließend wird das Komposit-Material Schicht für Schicht in den Zahn eingebracht und jede Schicht mit Licht gehärtet. Diese Schichttechnik und das Schmelz-Dentin-Adhäsivverfahren bewirken, dass die Füllung nicht mehr schrumpft. So werden winzige Randspalten zwischen Füllung und Zahn vermieden.

Wie wird eine Kompositfüllung angefertigt?
Zunächst bohrt der Zahnarzt die kranke Zahnhartsubstanz möglichst schonend aus. Damit sich Kompositmaterial und Zahn gut verbinden, kann eine spezielle "Schmelz-Dentin-Adhäsiv-Technik" angewendet werden: Schicht für Schicht wird das Komposit-Material in den Zahn eingebracht. Jede Kompositschicht wird mit einem Speziallicht gehärtet. Diese Schichttechnik und das Schmelz-Dentin-Adhäsivverfahren bewirken, dass die Füllung nicht mehr schrumpft. Außerdem verbessert sich der Randschluß der Füllung.

Gefahren durch Komposit-Füllungen?
Da Komposit-Kunststoffe eine Reihe von Substanzen enthalten, die als Allergene angesehen werden, besteht prinzipiell die Möglichkeit von allergischen Reaktionen. Von besonderer Bedeutung sind hierbei die Monomere Triethylenglykoldimethacrylat (TEGDMA) und Hydroxypropylmethacrylat (HEMA). Dies betrifft jedoch hauptsächlich Personen, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit häufig mit diesen Stoffen in Berührung kommen, zum Beispiel Zahnärzte und Zahntechniker.

Zahnschmerzen und Aufbissempfindlichkeit nach Legen der Komposit-Füllung
Patienten berichten immer wieder über Schmerzen beim Beißen harter Speisen (Aufbissempfindlichkeit) nach dem Legen von Komposit-Füllungen. Bei der Untersuchung sind die Zähne röntgenologisch einwandfrei, reagieren normal auf Kältereize und zeigen keine Klopfempfindlichkeit (Perkussionsempfindlichkeit). Während Druck auf den Zahn nicht schmerzhaft ist, führt Druck auf die neue Zahnfüllung zu Schmerzen. Diese Beschwerden sind nicht abhängig von der Füllungsgröße. Häufig gehen sie nach einigen Tagen zurück. In einer nicht unbeträchtlichen Zahl - bis zu fünf Prozent der gelegten Füllungen - sind sie Grund für eine Erneuerung der Füllung (Schmalz et al. 2006).

Diese Schmerzen können eine Begleiterscheinung der Säureätztechnik sein, zum Beispiel durch zu lange Ätz-Zeiten (Frankenberger 2006), die zu einer Aufbissempfindlichkeit des betreffenden Zahnes und einer nachfolgenden Entzündung des Zahnners (Pulpa) führen. Es kommt zu einer Kälteempfindlichkeit. Die Schmerzen scheinen seltener aufzutreten, wenn unter die Kunststoff-Füllung eine Unterfüllung gelegt wird, und man nach dem Absprühen des Ätzgels und Trocknen des Zahns mit einem Pinsel etwas Wasser in das Dentin einmassiert (dens 2/2002, DGZMK Stellungnahme 10/1998).

Vorteile

Nachteile

  • sehr gute Ästhetik, da zahnfarben
  • zahnschonende Bearbeitung des Zahnes
  • im Seitenzahnbereich nur für kleine Füllungen
  • keine große Belastbarkeit
  • Verfärbung der Füllung durch Tee, Kaffee etc.

Haltbarkeit

Beteiligung durch gesetzliche Krankenversicherung

  • Haltbarkeit von ca. 5 - 10  Jahren
  • Zur Versorgung von Frontzahndefekten und für Füllungen im Zahnhalsbereich werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) übernommen. Aufgrund der aufwändigeren Maßnahmen (z. B. Schmelz-Dentin-Adhäsiv-Technik) kann Ihre Zahnärztin/Ihr Zahnarzt privat Mehrkosten berechnen. Vor Behandlungsbeginn muss darüber eine schriftliche Vereinbarung getroffen werden (Mehrkostenvereinbarung nach § 28 SGB V.

Mögliche Gesundheitsrisiken

  • Der Katalysator enthält biologisch aktive Substanzen, deren Konzentration aber weit unter der Grenze zur Giftigkeit liegt. Vereinzelt wurden Allergien beschrieben.

Inlays (Einlagefüllungen)

Inlay oder Onlay?

Inlays werden vor allem bei mittelgroßen Zahndefekten verwendet. Nach dem Einsetzen in den Zahn sind sie auf allen Seiten vom Zahnschmelz umgeben. Onlays, auch als Auflage- oder Kuppelfüllung bezeichnet, dienen zur Wiederherstellung großer Defekte, bei denen ein oder mehrere Höcker von der Karies zerstört sind. Onlays ersetzen also einen großen Teil der Kaufläche.

Inlay oder Onlay?
Inlay oder Onlay?

Goldinlay

Goldinlay
Goldinlay

Einlagefüllungen aus Gold sind sehr körperverträglich und zeichnen sich durch eine lange Haltbarkeit aus. Gold ist anlaufsicher, korrosions- und mundbeständig und kommt den Eigenschaften der natürlichen Zähne sehr nahe. Reines Gold ist jedoch zu weich für unseren Kaudruck. Daher wird das Gold mit Zusatzstoffen wie Platin, Palladium, Iridium, Rhodium aber auch Silber, Kupfer und Zink gemischt (legiert). Wobei nicht alle genannten Zusatzstoffe in der Legierung enthalten sein müssen. So gibt es bspw. Legierungen ohne Kupfer, Silber und Palladiumzusatz. Der Goldanteil liegt bei den Legierungen zwischen 40 und 85 Prozent.

Mit Goldgussfüllungen können auch große Defekte im Backenzahnbereich versorgt werden. Auch Defekte, bei denen die Zahnhöcker betroffen sind. Befestigt werden Goldinlays mit einem speziellen Zement oder mit einem Kleber auf Kuststoffbasis. Ein großer Vorteil der Gold-Inlays ist ihre unübertroffene Haltbarkeit. Verweildauern von über 30 Jahren im Mund sind keine Seltenheit.

Vorteile

Nachteile

  • für große, kaudruckbelastete Seitenzahnfüllungen geeignet
  • gute biologische Verträglichkeit
  • im Vergleich zu plastischen Füllungen muss mehr Zahnsubstanz entfernt werden
  • nicht zahnfarben
  • höhere Kosten
  • Wärme-/Kälteübertragung auf Zahn

Haltbarkeit

Beteiligung durch gesetzliche Krankenversicherung

  • Lange Haltbarkeit, 10 – 30 Jahre
  • Privatleistung, keine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Handelt es sich um einen behandlungsbedürftigen Zahn, kann Ihre Zahnärztin/Ihr Zahnarzt über die Versichtenkarte die Kosten abrechnen, die für eine plastische Füllung (Amalgam) zu Lasten der GKV berechnungsfähig wären.
  • Die Kosten pro Goldgussfüllung liegen je nach Größe zwischen 250€ und 500€. Der Goldpreis richtet sich nach den Tagespreisen für Edelmetall

Mögliche Gesundheitsrisiken

  • Sehr selten Allergien auf Bestandteile der Goldlegierung möglich
Keramikinlay

Keramikinlay
Keramikinlay

Viele Patienten wünschen zahnfarbene Füllungen, die vom natürlichen Zahn nicht zu unterscheiden sind. Daher lehnen sie Inlays aus Gold wegen der Farbe ab. Mit Keramikinlays kann dieser Ästhetikanspruch erfüllt werden. Egal, ob Glaskeramik, Oxid- oder Zirkonoxidkeramik – alle sind zahnfarben, lichtdurchlässig und werden damit als Füllung unsichtbar. Außerdem leiten Keramikinlays Temperaturreize nicht weiter und sind auch über Jahre farbbeständig.

Zum Einsetzen des Keramikinlays wird ein spezieller Kleber verwendet, der dem Komposit ähnlich ist. Keramik-Inlays können entweder im zahntechnischen Labor angefertigt oder mit Hilfe der modernen Digitaltechnik direkt in der Zahnarztpraxis hergestellt werden.

Damit das Keramikinlay dick genug ist und nicht so leicht zerbricht, muss der Zahnarzt relativ viel gesundes Zahnmaterial wegbohren. Da Keramik härter ist als der natürliche Zahnschmelz, können nicht exakt passende Keramikinlays gegenüberliegende Zähne beschädigen. Aufgrund der Bruchempfindlichkeit sollten Patienten die unter nächtlichem Zähneknirschen leiden eventuell auf andere Materialien ausweichen.

Keramik-Inlay ohne Dentallabor – auch das ist möglich
Mit Hilfe moderner Computertechnologie (CAD - Computer Aided Design/CAM - Computer Aided Manufacturing) ist es möglich, Keramik-Inlays direkt am Patienten in einer Sitzung und ohne Abdruck herzustellen. Nach dem Entfernen der Karies wird der Zahn mit einer Digitalkamera, die mit einem Computer verbunden ist, fotografiert. Anhand der Bilddaten errechnet der Computer die Form des Inlays. Dabei müssen bei der Berechnung der Inlayform eine Vielzahl von Faktoren mit einberechnet werden wie beispielsweise Lageziehung zu Nachbarzähnen und Bisssituation um einen optimal passendes Keramikinlay zu garantieren. Den fertigen Datensatz überträgt der Computer an eine Schleifmachine, die nun innerhalb weniger Minuten aus einem industriell hergestellten Keramikblock das exakt passende Inlay schleift. Anschließend wird das Inlay in den Zahneingesetzt, angepasst und poliert.

Verträglichkeit
Keramik ist gut verträglich, kann aber in Spuren radioaktive Substanzen enthalten, die aber nach aktuellem Kenntnisstand keinerlei Nebenwirkungen hervorrufen.

Eine gewisse Allergiegefahr geht von dem Kleber auf Kunststoffbasis aus, mit dem die Keramikinlays befestigt werden.

Vorteile

Nachteile

  • erfüllt höchste ästhetische Ansprüche
  • gute biologische Verträglichkeit
  • Verwendung im Seitenzahnbereich
  • keine Wechselwirkung mit Metallen im Mund
  • Keramikbruch möglich
  • hohe Kosten
  • gegenüberliegende natürliche Zähne können aufgrund der Härte des Materials geschädigt werden

Haltbarkeit

Beteiligung durch gesetzliche Krankenkasse

  • lange Haltbarkeit, 10 – 15 Jahre
  • Privatleistung, keine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Handelt es sich um einen behandlungsbedürftigen Zahn, kann Ihre Zahnärztin/Ihr Zahnarzt über die Versichtenkarte die Kosten abrechnen, die für eine plastische Füllung (Amalgam) zu Lasten der GKV berechnungsfähig wären.

    Die Kosten pro Keramikinlay liegen je nach Größe zwischen 300€ und 700€.

Mögliche Gesundheitsrisiken

  • bisher keine bekannt
Kunststoffinlay

Kunststoffinlay
Kunststoffinlay

Kunststoffinlays werden aus Komposit (von lateinisch compositus „zusammengesetzt“) hergestellt. Dieser Verbundkunststoff ist eine Mischung aus Glas-, Quarz- oder Keramikpartikeln, die dem Kunststoff die nötige Festigkeit verleihen.

Zwar verbinden Kunststoffinlays Funktion und Ästhetik bei im Vergleich zu einem Keramikinlay günstigem Preis. Aufgrund des weichen Kunststoffmaterials haben diese Inlays aber gegenüber Keramik- oder Goldinlays eine kürzere Lebensdauer. Außerdem kann sich durch Rauchen, Rotwein, Kaffee oder ähnliches die Farbe verändern. Sie sind somit nur eine zeitlich befristete Alternative zu anderen Füllungen. Befestigt werden Kunststoffinlays mittels eines Spezialklebers.

Vorteile

Nachteile

  • sehr gute Ästhetik
  • relativ kostengünstig im Vergleich zu Keramikinlay
  •  nur für kleine Füllungen geeignet

Haltbarkeit

Beteiligung durch gesetzliche Krankenkassenversicherung

  • Gegenüber Gold- oder Keramikinlays geringere Haltbarkeit
  • Privatleistung, keine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Handelt es sich um einen behandlungsbedürftigen Zahn, kann Ihre Zahnärztin/Ihr Zahnarzt über die Versichtenkarte die Kosten abrechnen, die für eine plastische Füllung (Amalgam) zu Lasten der GKV berechnungsfähig wären (ca. 35€).

Mögliche Gesundheitsrisiken

  • Allergien, die allerdings selten sind
Titaninlay

Titaninlay
Titaninlay

Diese Inlays werden aus Titan, einem gut verträglichen, sehr widerstandsfähigen und hoch belastbaren Metall gefertigt. Aufgrund der silbergrauen Farbe ist die Ästhetik allerdings eingeschränkt. Seine Korrosionsbeständigkeit macht Titan zu einem beliebten Biomaterial für Implantate in der Medizin und Zahnmedizin.

Da zur Verarbeitung von Titan eine besondere apparative Ausstattung des Dentallabors benötigt wird, sind nicht alle zahntechnischen Labors in der Lage, diese Inlays herzustellen. Zur Verbesserung der Ästhetik können die Inlays mit weißer Keramik verblendet werden.

Vorteile

Nachteile

  • sehr gute Ästhetik
  • relativ kostengünstig im Vergleich zu Keramikinlay
  • eingeschränkte Ästhetik

Haltbarkeit

Beteiligung durch gesetzliche Krankenversicherung

  • Gegenüber Gold- oder Keramikinlays geringere Haltbarkeit
  • Privatleistung, keine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Handelt es sich um einen behandlungsbedürftigen Zahn, kann Ihre Zahnärztin/Ihr Zahnarzt über die Versichtenkarte die Kosten abrechnen, die für eine plastische Füllung (Amalgam) zu Lasten der GKV berechnungsfähig wären (ca. 35€).

Mögliche Gesundheitsrisiken

  • Allergien, die allerdings extrem selten sind
Zahnfüllungen – welche gibt es?
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