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Zahnpflege auf höchstem Niveau

Erosion – ein ernstes Problem

Erosion – Schon bei Kindern und Jugendlichen ein Problem

„Sauer macht lustig“. Fast jeder Deutsche kennt dieses Sprichwort. Doch wenn säurehaltige Lebensmittel auf die Zähne treffen, haben diese meist nicht mehr viel zu lachen. Die Säuren greifen die Schutzhülle der Zähne, den Zahnschmelz, an. Abnutzung der Zähne ist die Folge. Zahnärzte sprechen dann von Erosion.

Zahnampel zeigt Zahnschmelzfressern das rote Licht

Erosionen sind schon bei Kindern und Jugendlichen zu beobachten. Eine Untersuchung von 1.580 Hamburger Schüler ergab, dass bei fast jedem fünften Schüler (17,8 %) Zeichen von Erosionen erkannt wurden (Waldmeyer: Erosionen an permanenten Zähnen bei Hamburger Schülerinnen und Schülern. Dissertation, Hamburg, 2012). Zwar wies die große Mehrzahl (84,2 %) der untersuchten Schüler nur  leichte Erosionen auf. Der Anteil mittelschwerer Erosionen, bei denen nicht nur der Zahnschmelz, sondern auch das Dentin von der Schädigung betroffen ist, war jedoch in den jüngeren Altersgruppen höher als bei den älteren Schülern.

Oft wird eine Zahnerosion zunächst gar nicht bemerkt. Es entstehen Mulden und Stufen an den Zähnen, wobei die Schäden bis in das Zahnbein, dem Dentin, reichen können. Die Zahnhöcker der Kauflächen werden flacher und die Zähne sehen aus, als ob sie mit einer Feile bearbeitet worden wären. Da der Schutz des Zahnschmelzes fehlt, reagieren die Zähne empfindlich auf Hitze oder Kälte.

Um die Bevölkerung über diese Gefahren aufzuklären, gibt es eine Zahnampel im Internet. Unter www.Zahnampel.de erfahren Sie, wie schädlich einzelne Lebensmittel für unseren Zahnschmelz sind. Nicht nur Zitronen oder Grapefruits können den Zahnschmelz gefährlich werden. Die Ampel enthüllt auch die versteckten Zahnschmelz-Fresser, beispielsweise Spinat oder Rhabarber. Gerade für Menschen, die sich gesund ernähren, gibt es da einige Überraschungen. Die Zahnampel basiert auf wissenschaftlichen Daten, die regelmäßig überprüft werden.

Natürlich können wir nicht völlig auf Säuren im Essen oder in Getränken verzichten. Schließlich gehören ja gerade Obst und Salate zu einer gesunden Ernährung. Aber durch einen bewußten Umgang mit diesen Nahrungsmitteln oder Getränken können Sie das Risiko für Ihre Zähne verringern.

Die Therapie

Eine hochdosierte örtliche Fluoridierung kann einen erosiv bedingten Mineralverlust sehr wirksam verringern. Gut wirkt beispielsweise Zinnfluorid. Spezielle Zahnpasten und Mundspülungen (z.B. elmex Erosionsschutz Zahnpasta, elmex Erosionsschutz Mundspülung) können unterstützen. Ästhetisch störende Defekte lassen sich oft schon mit Kunststoff-Füllungen (Kompositfüllungen) versorgen. Nur bei besonders schweren Fällen ist es notwendig, die betroffenen Zähne zu überkronen.

Weitere Informationen:
Erosionsstadien

Erosion – ein ernstes Problem
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