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Zahnpflege auf höchstem Niveau


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Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie

Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V)

Wie gesund sind unsere Zähne wirklich? Werden wir immer zahnloser, je älter wir werden? Wie entwickeln sich die zahnmedizinischen Haupterkrankungen Karies und Parodontitis? Diese und viele weitere Fragen beantwortet die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V). Methodisch anspruchsvoll beschreibt die DMS V repräsentativ die Mundgesundheit der gesamten Bevölkerung in Deutschland, erstmals auch die der sehr alten Menschen. Von Oktober 2013 bis Juni 2014 wurden in insgesamt 90 Gemeinden mehr als 4.600 Teilnehmer zahnmedizinisch untersucht und anschließend ausführlich befragt. Die Analyse liefert damit eine Fülle von Daten zu fast allen zahnmedizinischen Aspekten. Neben Karies, Parodontitis und Pflegebedürftigkeit werden sämtliche Altersgruppen und sozialen Schichten erfasst.

Zunahme kariesfreier Gebisse bei Kindern (12-Jährige): Sozialschichtabhängigkeit der Karieserfahrung. (c) BZÄK/KZBV

Mehr Karies freie Gebisse, aber ungleiche Verteilung

Sie sieht ganz gut aus, die Mundgesundheit in Deutschland. 80 Prozent der Zwölfjährigen sind kariesfrei. Erfreulich ist außerdem, dass immer mehr jüngere Senioren (65- bis 74Jährige) ihre eigenen Zähne besitzen. War 1997 noch jeder vierte Senior zahnlos (24,8%), so ist es heute nur noch jeder achte (12,4%). Auch wenn die Mundgesundheit so gut ist wie nie: Zahnmedizinische Vorsorgemaßnahmen und Therapien erreichen scheinbar nicht alle Menschen gleich. Die einen profitieren mehr, die anderen weitaus weniger von ihnen.

So gibt es bei pflegebedürftigen älteren Menschen noch erhebliche Probleme. Sie haben weitaus mehr Karies als die gesamte Altersgruppe der älteren Senioren (75- bis 100-Jährige). Schon aufgrund des demografischen Wandels muss hier schnell Abhilfe geschaffen werden.

Ältere Senioren mit Pflegebedarf (75- bis 100-Jährige) weisen eine schlechtere Mundgesundheit auf

Auch bei Kindern ist die Karies nicht gleich verteilt. Kinder mit einem vergleichsweise niedrigen Sozialstatus haben zwar heute wesentlich gesündere Zähne als noch vor 20 Jahren. Sie haben aber immer noch mehr kariöse Zähne als Kinder mit einem höheren Sozialstatus. Dies muss in Zukunft stärker berücksichtigen werden. Zudem sind neue Ansätze in der Prävention nötig, um künftig bei allen Bevölkerungsgruppen den gleichen Erfolg in der Mundgesundheit zu erreichen.

Weniger Parodontalerkrankungen

Die erfreuliche Botschaft: Die Zahl der jüngeren Erwachsenen (35- bis 44-Jährigen) mit Parodontalerkrankungen, vor allem der schweren Parodontalerkrankungen, bei den Taschentiefen von 6 Millimetern und mehr vorliegen, hat deutlich abgenommen. Lag der Anteil dieser schweren Parodontalerkrankungen zehn Jahre zuvor in der vierten Mundgesundheitsstudie noch bei rund 17 Prozent (17,4%), so sind es 2015 lediglich 8 Prozent (8,2%).Die schweren Parodontalerkrankungen der über 65-Jährigen sind ebenfalls stark rückläufig, von 44 Prozent (44,1%) auf 20 Prozent (19,8%).

Für die Autoren der DMS V legen diese guten Ergebnisse nahe, dass sich vorbeugende (präventive) Maßnahmen positiv auf parodontale Erkrankungen auswirken. Nach ihrer Ansicht ist neben der kontrollorientierten Inanspruchnahme zahnärztlicher Dienstleistungen die Professionelle Zahnreinigung (PZR) eine seit Jahren bewährte präventive Maßnahme (Institut der Deutschen Zahnärzte 2016: 17).

Die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DGParo) stimmt dem nicht ganz zu. Nach ihrer Meinung kann die Verringerung der Parodontalerkrankungen auch mit einem besseren Mundhygieneverhalten der Bürger zusammenhängen. So werden mehr die Zahnzwischenräume gereinigt und elektrische Zahnbürsten benutzt. Außerdem nimmt die Zahl der Raucher ab. Hierzu muss man wissen, dass Raucher ein höheres Risiko haben, parodontal zu erkranken. Der Effekt der professionellen Zahnreinigung auf das Vorkommen der Parodontitis ist eher gering. Der beobachtete Rückgang ist höchstwahrscheinlich in erster Linie der Effekt von mehr systematischer Parodontitistherapie in den vergangenen 10 Jahren (DGParo).

Literatur
Institut der Deutschen Zahnärzte 2016: 5.  Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) – Kurzfassung, Köln. (PDF-Datei pdf-Datei, 1,3 MB)

Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie

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