Blog Zahnputzladen

Zahnpflege auf höchstem Niveau

Kieferorthopädie ist oft nötig.

Das perfekte Gebiss. Wer hätte es nicht gerne? Aber es ist eher selten. Bei vielen von uns stehen nicht alle Zähne in „Reih und Glied“.

Ab und zu scheint sogar der Unterkiefer nicht so recht zum Oberkiefer zu passen. Dann ist die Kieferorthopädie gefragt.

Auch schlechte Gewohnheiten können zu Zahnfehlstellungen führen

Heute hat fast jedes Kind im Laufe seiner Schulzeit eine Zahnspange getragen. Gründe für diese Spangen gibt es viele: Engstände der Zähne, Drehungen, Kippungen, aber auch Kieferfehlbildungen. Denn durch Engstände der Zähne können Schmutznischen entstehen, was zu einem erhöhten Kariesrisiko führt. Durch gekippt stehende Zähne kann es zu Fehlbelastungen und im Extremfall zum vorzeitigem Zahnverlust kommen. Aber auch die durch die Fehlstellung verursachte gestörte Ästhetik ist für viele Patienten der Grund, eine kieferorthopädische Praxis aufzusuchen.

Herausnehmbare Zahnspange

Die Ursachen für die Gebissfehlbildungen sind verschieden. Neben erblich bedingten gibt es die erworbenen Anomalien. So können Zahnfehlstellungen durch schädliche Gewohnheiten, sogenannten Habits, entstehen. Zu diesen Habits zählen Daumenlutschen, Lippenbeißen, Lippensaugen, Zungenfehlfunktionen, Fingernägelkauen, anomale Schluckakte, fehlerhafte Sprachlautbildung und Mundatmung. Zwar hat fast jeder von uns kleine schlechte Angewohnheiten. Einige dieser Angewohnheiten können jedoch schon in jungen Jahren zu Funktions- und Entwicklungsstörungen im Milch- und später auch im bleibenden Gebiss führen.

Abb. 1 Eingeengte Zahnstellung der mittleren und/oder seitlichen Schneidezähne im Oberkiefer
a = Staffelstellung der seitlichen Schneidezähne
b = Drehung der seitlichen Schneidezähne
c = Drehung aller Frontzähne

Mögliche Ursachen für Zahnfehlstellungen und Gebissfehlbildungen

Mundatmung
Eine dauerhafte Atmung durch den Mund hat einen ungünstigen Einfluss auf den ganzen Körper, besonders aber auf die Entwicklung im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich.

„Mundatmung hat Einfluss auf den ganzen Körper […]“

Klink-Heckmann und Bredy (1990)

Die normale physiologische Atmung erfolgt ausschließlich durch die Nase. Dabei wird die Einatmungsluft konstant auf 36 Grad Celsius angewärmt und auf über 80 Prozent mit Wasserdampf gesättigt. Ursache einer dauerhaften Mundatmung ist oft eine behinderte Nasenluftpassage und die dadurch erschwerte Nasenatmung („verstopfte Nase“). Gründe für die erschwerte Nasenatmung können chronische Atemwegsinfekte, Verkrümmungen der Nasenscheidewand (Nasenseptumdeviationen), vergrößerte Polypen, unvollständiger Mundschluss oder ein eingeengter Nasenrachenraum sein.

Bei der Mundatmung senkt sich der Unterkiefer nach unten ab, und die Zunge legt sich in den Mundboden. Dadurch wird eine Vergrößerung der unteren Gesichtshöhe bewirkt. In der Folge kann es zu einem schmaleren Oberkiefer, einer vergrößerten oder verkleinerten Frontzahnstufe und vor allem zu einem offenen Biss kommen.

Um die Ursachen einer behinderten Nasenatmung abzuklären sollte vor kieferorthopädischen Behandlungen eine Untersuchung durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) erfolgen.

Lutschgewohnheiten

Diese Angewohnheiten sind weit verbreitet. Neben dem bekannten Daumenlutschen gibt es eine Vielzahl weiterer Lutschgewohnheiten, beispielsweise Fingerlutschen, Lutschen an Schnullern bis hin zu Lutschen an anderen Lutschkörpern, wie Decken oder Bettzipfeln. Egal ob Daumen oder Schmuse-Decke: Beides sind Fremdkörper im Mund. Fremdkörper, die die Zahnreihen oder die Kieferform, besonders die des Oberkiefers, verändern können. Die Folgen des Lutschens für das Gebiss sind abhängig von der Intensität, dem Lutschobjekt, der Art des Lutschens, der Form des Kiefers und vor allem der Dauer der Lutschgewohnheit. Dem Faktor Zeit, also wie lange tagsüber und in der Nacht die Lutschgewohnheit durchgeführt wird, kommt dabei die größte Bedeutung zu.

Daumenlutschen kann zu einem offenen Biss führen.
Daumenlutschen kann zu einem offenen Biss führen. (Foto: TY Lim/Shutterstock.com)

So wird beim Daumenlutschen der Daumen zum Saugen an den Oberkiefer gepresst. Dadurch kippen die Schneidezähne im Oberkiefer nach vorne, und die Unterkiefer-Schneidezähne kippen nach innen. Außerdem werden durch den unnatürlichen Daumendruck besonders die Schneidezähne im Oberkiefer in den Kieferknochen „gedrückt“. Damit vergrößert sich der horizontale Abstand zwischen Oberkiefer- und Unterkieferschneidezähnen. Es entsteht eine vergrößerte Frontzahnstufe und lutschoffener oder frontal-offener Biss. Daher sollte das Lutschen bis zum Eintritt in den Kindergarten, also im dritten Lebensjahr abgestellt sein. Besonders kritisch ist es, wenn die Lutschgewohnheit noch beim Durchbruch der ersten bleibenden Schneidezähne, die etwa im 6. bis 7. Lebensjahr durchbrechen, bestehen bleibt.

»KONRAD!« sprach die Frau Mama,
»Ich geh’ aus und du bleibst da.
Sei hübsch ordentlich und fromm,
bis nach Haus ich wieder komm’.
Und vor allem, Konrad, hör’!
Lutsche nicht am Daumen mehr;
…..«

Der Struwwelpeter / Die Geschichte vom Daumenlutscher

Schluckmuster

Mit etwa dem vierten Lebensjahr erfolgt normalerweise die Umstellung vom so genannten viszeralen (kindlichen) Schluckmuster hin zur somatischen Schluckart. Hierbei liegt die Zunge beim Schluckakt dem Gaumen hinter den Frontzähnen an. Die Zähne haben dabei Kontakt, und die Lippenmuskulatur ist entspannt. Bei einem viszeralen Schluckmuster wird die Zungespitze gegen die Frontzähne gedrückt. Die Lippenmuskulatur ist gespannt, und die Zähne haben keinen Kontakt. Insbesondere bei lang bestehenden Lutschgewohnheiten wird diese Umstellung des Schluckmusters häufig nicht beobachtet, so dass diese Kinder im späteren Wechselgebiss häufig eine abweichende Zungenlage aufweisen.

Zungenpressen

Man unterscheidet das frontale, seitliche und zirkuläre Zungenpressen. In allen Fällen lagert der Patient die Zunge mit Druck zwischen den Zahnreihen des Ober- und Unterkiefers ein. Durch die Krafteinwirkung entfernen sich die Zähne voneinander und geben der Zunge mehr Raum. Es resultiert ein vorne, seitlich oder zirkulär offener Biss.

Lippenfehlfunktion

Es gibt verschiedene Lippenfehlfunktionen, beispielsweise Lippen einsaugen oder fehlender Lippenschluss. Eine weitere mögliche Form ist das Lippenpressen. Hierbei wird die Unterlippe gegen die untere Zahnreihe gepresst. Dadurch entsteht eine Kippung der Frontzähne nach innen. Hingegen wird beim Lippensaugen die Unterlippe hinter die oberen Schneidezähne gesogen, wodurch die oberen Schneidezähne nach vorne gedrückt und gekippt werden. Gleichzeitig kippen die Unterkieferschneidezähne nach innen.

Erhalt der Milchzähne ist für die gesunde Entwicklung des bleibenden Gebisses wichtig

Für eine gesunde Entwicklung des bleibenden Gebisses spielen die Milchzähne eine wichtige Rolle. Denn die Milchzähne sind Platzhalter für die bleibenden Zähne. Werden die Milchzähne durch Karies stark zerstört oder gehen sogar vorzeitig verloren, dann hat dies oft schwere Folgen für das bleibende Gebiss. Der Erhalt der Milchzähne durch regelmäßige und konsequente Zahnpflege ist daher auch aus kieferorthopädischer Sicht besonders wichtig.

Kindliches Gebiss mit vielen kariösen Zähnen. Durch gute Mundhygiene und richtige Ernährung kann wirksam vorgebeugt werden.
Kindliches Gebiss mit vielen kariösen Zähnen. Durch gute Mundhygiene und richtige Ernährung kann wirksam vorgebeugt werden. (Foto: dentimages)

Während bei den Zahnfehlstellungen nur einzelne Zähne oder Zahngruppen vom Normalgebiss abweichende Stellungen einnehmen, handelt es sich bei den Kieferfehlbildungen um Verformungen der Kieferknochen bzw. um eine nicht normale Lage der Kiefer zueinander. Kieferfehlbildungen sind beispielsweise die Rücklage des Unterkiefers bei gleichzeitigem Vorstehen des Oberkiefers (Abb. 2a) oder ein durch übermäßiges Längenwachstum des Unterkiefers bedingter Vorbiß der Unterkieferzähne (Abb. 2c). Gegen erbliche Anomalien können keine Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. Hingegen lassen sich erwerbbare Gebissfehlbildungen durch entsprechende Maßnahmen vorbeugen.

Abb. 2 Kieferstellung
a = normales Gebiss
b = Rücklage des Unterkiefers
c = Vorbiss

Zahnspangen müssen gepflegt werden

Während der Tragezeit der Zahnspange, egal ob herausnembar oder festsitzend, müssen nicht nur die Zähne, sondern auch die Spange nach jedem Essen gereinigt werden. Während das bei herausnehmbaren Spangen problemlos ist, benötigen festsitzende Zahnspangen mehr Aufmerksamkeit.

Herausnehmbare Zahnspangen sind pflegeleicht

Die herausnehmbar Zahnspange kann mit einer normalen Handzahnbürste unter fließendem Wasser gereinigt werden. Dabei wird die Zahnspange vorsichtig am Kunststoffteil gehalten und mit der Zahnbürste und etwas Zahnpasta in kreisenden Bewegungen gereinigt. Dabei muss auf die auf die dünnen Drähte, damit diese nicht verbogen werden. Einmal wöchentlich kann die Reinigung durch Verwendung spezieller Reinigungstabletten ergänzt werden. Zusätzlich kann ein Ultraschallbad die Reinigung unterstützen. Auf keinen Fall darf die Spange mit kochendem Wasser „desinfiziert“ werden. Da der Kunststoff nicht hitzebeständig ist, kann er sich durch diese Behandlung verformen.

Bei festsitzenden Zahnspangen ist die Zahnpflege zwar erschwert, aber besonders wichtig

Besonders bei festsitzenden Zahnspangen ist die Zahnpflege erheblich erschwert. Durch die Drähte und die Brackets (englisch: Klammern) mit denen die Drähte an den Zähnen befestigt sind, entstehen Stellen, die schwer zu reinigen sind. Ohne gründliche Reinigung bilden sich schnell unter den Drähten und an den Ecken der Brackets Zahnbeläge (Plaque). Karies kann dann die Folge sein. Aber auch das Zahnfleisch kann sich durch die Beläge entzünden. Bei festen Zahnspangen reicht daher die normale Zahnpflege nicht aus.

Die Zahnpflege wird bei festsitzenden Zahnspangen durch Drähte und Brackets erschwert.
(Foto: proDente e.V.)

Sicherlich: Die richtige Zahnpflegetechnik bei festsitzenden Spangen erfordert anfangs etwas Übung. Aber sie ist schnell gelernt. Zudem dauert das Zähneputzen etwas länger. Benötigt werden eine Kurzkopfzahnbürste bzw. eine spezielleZahnspangenzahnbürste (z.B. TePe Implant/Orthodontic, Gum Orthodontic, Oral-B Plus 35 Ortho, elmex ORTHO), eine Interdentalraumbürste zur Reinigung zwischen den Zähnen, und eine Einbüschelbürste zur Reinigung um die Brackets und entlang des Zahnfleischrandes (z.B. Curaprox CS 1009, Tandex Solo, TePe Compact Tuft).

Weitere Hilfsmittel, beispielsweise Mundspülungen zum Kariesschutz (z.B. GUM Ortho Mundspülung, Vitis orthodontic Mundspülung, elmex Kariesschutz), spezielle Zahnpasten (z.B. Pearls & Dents, GUM Ortho Zahngel) oder spezielle Zahnseiden (z.B. Orthofloss, TePe Bridge & Implant Floss, Oral-B Super Floss) können diese Grundausrüstung abrunden. In der Schule oder bei der Arbeit sind klappbare Reisezahnbürsten und Mundspülungen ein gutes Mittel für die Pflege.

Gerade zu Beginn kann es hilfreich sein, den Reinigungserfolg durch Belaganfärbung zu kontrollieren. Sind noch Beläge vorhanden, dann werden diese durch den Farbstoff sichtbar. So lässt sich die Zahnputztechnik schrittweise verbessern.

Zahnbeläge sichtbar machen
Zahnbeläge durch Anfärbung sichtbar machen. (Foto: dentimages)

Wer zur Zahnpflege eine elektrische Zahnbürste benutzt, sollte sich nach speziellen „Ortho“-Bürstenaufsätze für elektrische Zahnbürsten umschauen. Denn diese Bürsten sind auf die besonderen Bedürfnisse bei festsitzenden Zahnspangen abgestimmt. Natürlich können auch Ultraschall-Zahnbürsten verwendet werden.

Weitere Informationen und Pfletipps zu Zahnspangen finden Sie auch in unserem Beitrag Zahnpflege bei Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen mit Zahnspangen.

Weitere Informationen zu den Kieferstellungen

Unterkiefer Rücklage (Angle Klasse II)

Die Bezeichnung der Angle Klasse-II (Synonym: Rückbiss, Distalbiss) umschreibt eine Gruppe von Zahn- und / oder Kieferfehlstellungen mit einem zurückliegenden Unterkiefer. Es existieren zwei große Unterkategorien, die klinisch unterschiedlich aussehen und sich auch in der Art der Behandlung unterscheiden können.

Untergruppe Klasse II/1
Die erste Untergruppierung stellen die so genannten Klasse-II/1-Anomalien dar. Besonders charakteristische Merkmale hierfür sind ein nach hinten abfallendes Kinn, häufig eine offene Mund- und Lippenhaltung und eine tiefe Falte unterhalb der Unterlippe. Im Mundinneren haben diese Patienten meist einen besonders hohen Gaumen sowie einen schmalen Oberkiefer mit weit nach vorne gekippten oberen Schneidezähnen. Zwischen den oberen und den unteren Schneidezähnen besteht eine große Stufe. Oft ist diese Erkrankung mit einem Tiefbiss vergesellschaftet.

In der Regel wird die Erkrankung erst bei Durchbruch der bleibenden Backenzähne, also etwa ab dem 10 Lebensjahr, behandelt. Vorher können und sollten jedoch schlechte Angewohnheiten, die dieses Krankheitsbild fördern, abgestellt werden. Eine Unterstützung mittels kleinerer kieferorthopädischer Geräte, z.B. einer Mundvorhofplatte, kann sinnvoll sein. Die kieferorthopädische Behandlung verfolgt das Ziel einer Vorverlagerung des Unterkiefers zur Verringerung der großen Frontzahnstufe. Damit wird zugleich eine Verletzungsgefahr der weit hervorstehenden oberen Schneidezähne, z.B. bei einem Sturz, reduziert. Um das Unterkieferwachstum zu fördern und zeitgleich das Oberkieferwachstum etwas zu bremsen werden die körpereigenen Wachstumsprozesse ausgenutzt. Zusätzlich muss Platz geschaffen werden, um die nach vorne gekippten oberen Frontzähne nach hinten zu schieben und in den Zahnbogen einordnen zu können.

Untergruppe Klasse II/2
Die zweite Untergruppierung bilden die Klasse-II/2-Anomalien. Im Profil betrachtet, fällt bei diesem Patienten häufig eine große Nase, ein prominentes Kinn keine kurze Oberlippe und ein kurzes unteres Gesichtsdrittel ins Auge. Im Mundinneren haben diese Patienten einen besonders flachen Gaumen sowie nach innen gekippte obere Schneidezähne. Sehr häufig ist diese Erkrankung mit einem ausgeprägten Tiefbiss, auch Deckbiss genannt, vergesellschaftet. Dabei überlappen die oberen Schneidezähne die unteren Schneidezähne vollständig.

Die Therapie dieses Fehlbisses wird im Normalfall mit dem Herausfallen der seitlichen Milchzähne begonnen (ca. 10. Lebensjahr). Die kieferorthopädische Behandlung verfolgt auch hier das Ziel einer Vorverlagerung des Unterkiefers. Häufig müssen im ersten Schritt die oberen Schneidezähne nach vorne gekippt werden, der Unterkiefer kann danach auch selbständig etwas nach vorne rutschten, da das Zahnhindernis im Oberkiefer beseitigt wurde. häufig Für die Vorverlagerung des Unterkiefers werden auch in diesem Fall in der Wachstumsphase die körpereigenen Wachstumsprozesse ausgenutzt und das Unterkieferwachstum gefördert. Zusätzlich muss gegebenenfalls der tiefe Biss behandelt werden.

Je nach Ausprägung der Erkrankung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine kieferorthopädische Therapie bei Kindern und Jugendlichen.

Bei der Therapie nach Wachstumsabschluss reicht die kieferorthopädische Behandlung allein nicht mehr aus, um die Kieferfehllagen auszugleichen. Es können bei starker Ausprägung dann Kombinationen mit chirurgischen Maßnahmen in Erwägung gezogen werden, um die Kiefer zueinander korrekt einstellen zu können. In einzelnen Fällen kann im Erwachsenenalter auch ein Therapiekonzept zur „Verschleierung“ der Erkrankung in Betracht kommen. Dabei kann beispielsweise durch gezielte Entfernung bleibender Zähne beispielsweise die Verringerung einer großen Frontzahnstufe erreicht werden ohne die knöcherne Kieferfehllage tatsächlich zu verändern.

Therapiemöglichkeiten bei Kindern und Jugendlichen im Wachstum:

  • Herausnehmbare Spangen
    Funktionskieferorthopädische Geräte
    Aktive Platten
  • Extraorale Geräte
    Headgear
  • Hilfsmittel für die Bissverschiebung
    z.B. Herbst-Schanier oder Herbst-Modifikationen, z.B. Sabbagh Universal Spring (SUS2) oder Forsus-Feder
  • Multibracketapparatur („feste Spange“) mit Klasse-II-Gummizügen

Therapiemöglichkeiten bei erwachsenen Patienten:

  • Multibracketapparatur
  • Multibracketapparatur in Kombination mit chirurgischen Maßnahmen zur Umstellung der Kieferlagen
  • Multibracketapparatur zur Kompensation einer Kieferfehllage, z.B. in Verbindung mit Reduktion der Zahnzahl

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Tiefbiss

Der kieferorthopädische Befund „Tiefbiss“ beschreibt einen vergrößerten Überbiss der oberen Schneidezähne über die unteren Schneidezähne. Normalerweise beißen die oberen Schneidezähne etwa 2-3 mm über die unteren Schneidezähne. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen haben ca. 50% der Jugendlichen einen vergrößerten Frontzahnüberbiss, der bei 6-7% der Kinder sogar mehr als 6 mm beträgt.

In besonders ausgeprägten Fällen verschwinden die unteren Frontzähne gänzlich hinter den oberen Frontzähnen. Man spricht dann von einem Deckbiss. Sehr häufig haben die unteren Scheidezähne nach oben keine Abstützung, werden somit immer länger und beißen schließlich in die Gaumenschleimhaut ein. Dadurch besteht die Gefahr von Verletzungen im Bereich des vorderen Gaumens.

Der tiefe Biss beschreibt also eine veränderte Relation beider Kiefer in der vertikalen Ebene. In den meisten Fällen jedoch ist der tiefe Biss keine isolierte Erkrankung, sondern vielmehr vergesellschaftet mit Defiziten in anderen Raumebenen.

Grundsätzlich stellt der ausgeprägte Tiefbiss eine aus kieferorthopädischer Sicht therapiebedürftige Diagnose dar. Um eine Bisshebung zu erzielen können zwei unterschiedliche Therapieansätze gewählt werden. Entweder werden die Frontzähne etwas in den Kiefer zurückgeschoben (Intrusion) oder die Backenzähne verlängert (Extrusion). Eine Kombination beider Varianten ist ebenfalls denkbar. Es ist Aufgabe des jeweiligen Behandlers bzw. der jeweiligen Behandlerin herauszufinden von welcher Möglichkeit der Patient im Einzelfall am meisten profitiert. Dabei ist die Ausgangssituation stets günstiger, je jünger der Patient ist. Bei ausstehendem Wachstum im Kiefer können die Knochenumbauprozesse gezielt gesteuert und zur Förderung der vertikalen Entwicklung genutzt werden. Hingegen ist bei Erwachsenen eine Steuerung des Wachstums nicht mehr möglich. Daher müssen bei ihnen aktive Mechanismen verwendet werden. Naturgemäß ist diese Behandlung deutlich anspruchsvoller.

In schwierigen Fällen reicht die kieferorthopädische Behandlung allein nicht mehr aus und es müssen Kombinationen mit chirurgischen und/oder prothetischen Maßnahmen in Erwägung gezogen werden.

Therapiemöglichkeiten bei Kindern und Jugendlichen im Wachstum:

  • Herausnehmbare Spangen → Funktionskieferorthopädische Geräte
    Aktive Platten mit frontalem Aufbiss
  • Geräte außerhalb des Mundes (extraorale Geräte)
    zervikaler Headgear
  • Multibracketapparatur („feste Spange“)

Therapiemöglichkeiten bei erwachsenen Patienten:

  • Multibracketapparatur
  • Multibracketapparatur in Kombination mit chirurgischen Maßnahmen zum Anheben des Bisses
  • Kombinationen mit prothetischen Maßnahmen zur geteilten Bisshebung

Für die langfristige Stabilität einer Bisshebung ist die Abstützung der unteren Frontzähne durch die oberen Frontzähne besonders wichtig. Ein erneutes „länger werden“ dieser kann so wirksam verhindert werden.

Offener Biss

Als frontal offener Biss versteht man das fehlende vertikale Überlappen der Schneidekanten der oberen und unteren Frontzähne. Beim Zusammenbeißen ist daher eine deutliche Lücke zwischen den Zähnen zu erkennen. Als seitlich offener Biss wird eine Lücke zwischen den Backenzähnen des Ober- und Unterkiefers bezeichnet. In beiden Fällen kann der Patient nicht richtig abbeißen und/oder kauen.

Durch wissenschaftliche Untersuchungen konnte herausgefunden werden, dass es mehrere Faktoren gibt, die eine Entstehung des offenen Bisses begünstigen. Hierzu zählen vorwiegend genetische Komponenten, anhaltendes Daumenlutschen, ein falsches Schluckmuster, Zungenpressen und die gewohnheitsmäßige Mundatmung.

Grundsätzlich stellt der offene Biss eine aus kieferorthopädischer Sicht eine therapiebedürftige Diagnose dar, um die eingeschränkte Kau- und Abbeißfunktion zu verbessern. Stark offene Bisse können den Lippenschluss erschweren und somit Lispeln oder andere Sprachstörungen hervorrufen. Das erste Behandlungsziel sollte das Abstellen der oben genannten Angewohnheiten sein. Ohne das Ausschalten der ungünstigen Weichgewebseinflüsse (Zunge, Wangen und Lippen), der Umstellung auf Nasenatmung und dem Erlernen eines anderen Schluckmusters wird eine erfolgreiche Therapie schwierig. Häufig werden für diesen Schritt Logopäden herangezogen, die mit dem Patienten neue Bewegungsmuster einüben und somit die Umgewöhnung erleichtern.
Je nach Alter des Patienten und Größe des Ausmaßes sind weiterhin verschiedene Therapiemöglichkeiten möglich.

Im Allgemeinen gibt es zwei Ansatzpunkte. Zum einen kann das vertikale Wachstum des Oberkiefers gehemmt werden, um eine weitere Öffnung des Bisses zu verhindern, d.h. die natürlichen Wachstumsprozesse werden abgeschwächt. Dieser Ansatz ist nur bei Patienten in der Wachstumsphase, also bei Kindern- und Jugendlichen, möglich. Zum anderen werden die Zähne gezielt in der Länge verändert. Je nach Lokalisation des offenen Bisses können sowohl Front- als auch Backenzähne „verlängert“ (extrudiert) oder „verkürzt“ (intrudiert) werden. Solche Maßnahmen sind auch später im erwachsenen Alter durchführbar. In ausgeprägten Fällen reicht die kieferorthopädische Behandlung allein nicht mehr aus. Dann müssen Kombinationen mit chirurgischen Maßnahmen in Erwägung gezogen werden. Zudem kann es in manchen Fällen hilfreich sein, bleibende Seitenzähne im hinteren Bereich zu opfern, um eine absenkende Wirkung des Bisses zu erzielen.

Therapiemöglichkeiten bei Kindern und Jugendlichen im Wachstum:

  • Abschirmgeräte für die Zunge
    Spike Apparatur
  • Herausnehmbare Spangen → Funktionskieferorthopädische Geräte
    Seitliche Aufbissbehelfe (Bite-blocks)
  • Herausnehmbare Spangen in Kombination mit extraoralen Geräten
    Teuscher-Aktivator in Kombination mit einem High-pull Headgear
  • Multibracketapparatur („feste Spange“)
    Extraktion von Backenzähnen zum Absenken des Bisses

Therapiemöglichkeiten bei erwachsenen Patienten:

  • Abschirmgeräte für die Zunge → Spike Apparatur
  • Multibracketapparatur
  • Multibracketapparatur in Kombination mit chirurgischen Maßnahmen zum Schluss des Bisses
  • Extraktion von Backenzähnen zum Absenken des Bisses
Seitlicher Kreuzbiss

Der seitliche Kreuzbiss beschreibt ein Szenario bei dem die oberen Backenzähne zu weit innen und die unteren Backenzähne zu weit außen stehen. Beim Zusammenbeissen entsteht der so genannte Kreuzbiss – das Zusammenbeißen über Kreuz. Diese Erkrankung kann sowohl einseitig, also auch beidseitig auftreten. Die nicht ganz so stark ausgeprägte Form der Erkrankung, bei der die Kauflächen er Backenzähne genau aufeinander treffen, nennt man Kopfbiss.

Der Kreuzbiss stellt eine klare Indikation für eine kieferorthopädischen Behandlung dar. Die Notwendigkeit einer Therapie ist auch gemäß der Einstufung deutscher Krankenkassen gegeben (siehe KIG-Tabelle). Zudem sollte ein seitlicher Kreuzbiss nach Möglichkeit zügig überstellt werden, da die Gefahr der Ausbildung eines Zwangsbisses besteht, bei dem der Patient durch die Zahnfehlstellung in einer seitenverschobenen Position zubeißt. Liegt nun über einen längeren Zeitraum ein solcher Zwangsbiss vor, kann das harmonische Oberkieferwachstum gestört werden und ggf. eine Anpassung der knöchernen Strukturen an die vorliegende Zahnfehlstellung eintreten. Diese asymmetrische knöcherne Entwicklung des Ober- und Unterkiefers ist dann deutlich aufwändiger zu therapieren.

In der Regel stellt die transversale Nachentwicklung (Vergrößerung der Kieferbreite) des Oberkiefers die Therapie der Wahl dar. Je nach Ausmaß des Kreuzbisses können größere und kleinere Behandlungsmittel, wie z.B. herausnehmbare Plattenapparaturen, die Gaumennahterweiterungsapparatur (GNE) oder auch eine feste Zahnspange Verwendung finden.

Therapiemöglichkeiten bei Kindern und Jugendlichen im Wachstum:

  • Herausnehmbare Spangen
    TD-Platte
  • Multibracketapparatur („feste Spange“) mit speziellen Gummizügen
  • Transpalatinalbügel (TPB)
  • Quad-Helix-Apparartur
  • Gaumennahterweiterungsapparatur (GNE)

Therapiemöglichkeiten bei erwachsenen Patienten:

  • Multibracketapparatur
  • Multibracketapparatur in Kombination mit chirurgischen Maßnahmen (chirurgisch unterstützte Gaumennahterweiterung – GNE)
Engstand

In der Regel sind die permanenten Frontzähne deutlich breiter als ihre Vorgänger im Milchgebiss. Besonders günstig sind somit Lücken im Milchgebiss, die den bleibenden Zähnen als Platzreservoir dienen können. In vielen Fällen führt der vorliegende Größenunterschied zu Engständen, besonders im Frontzahnbereich.

Bei geringem Platzmangel kann im Verlauf der weiteren Kieferentwicklung ein Selbstausgleich abgewartet werden. Bei ausgeprägtem Platzmangel muss eine kieferorthopädische Behandlung in Erwägung gezogen werden. Ein so genannter primärer Engstand, also ein Größenmissverhältnis zwischen der knöchernen Kiefergröße und der Zähne, ist eine klare Indikation für eine Zahnspange. Bei versäumter Therapie sind bestenfalls gedreht oder gekippt stehende bleibende Zähne oder außerhalb des Zahnbogens stehende Zähne zu erwarten. Im ungünstigsten Fall ist nicht für alle bleibenden Zähne Platz im Zahnbogen. Dann kann dann es zu Durchbruchsbehinderungen oder gar zur Retention bleibender Zähne kommen, d.h. die Zähne bleiben im Knochen „stecken“. Sie werden nicht mehr alleine in die Mundhöhle durchbrechen. Besonders häufig betroffen sind die Eckzähne im Oberkiefer.

Die Therapie der Engstände hat nachvollziehbare Gründe. Stehen Zähne stark verschachtelt, kommt die Zahnbürste nicht an alle Stellen. Die Zahnzwischenräume können dann nicht optimal gereinigt werden. Dieser Zahnbelag begünstigt langfristig die Entstehung von Karies, Zahnfleischentzündungen und später Parodontitis.

Um die Zähne nun alle an die richtige Position stellen zu können benötigt die Kieferorthopädie Platz. Es gibt mehrere Möglichkeiten der Platzbeschaffung, die nach einer genauen Analyse der Platzverhältnisse abgewogen werden. Bei einem geringem Ausmaß reichen bereits kleinere Maßnahmen aus, mit denen der Zahnbogen verbreitert und verlängert wird. Zudem besteht die Möglichkeit, die bleibende Zähne geringfügig zu verschmälern. Hierfür wird mittels einer Art „Schmirgelpapier“ eine dünne Schicht des Zahnschmelzes abgetragen. Im Anschluss werden die Zähne fluoridiert.

Möglichkeiten der Platzbeschaffung bei geringem Platzmangel:

  • Geringe Vergrößerung der Kieferbreite
  • Kippen der Frontzähne nach vorne
  • Zurück bewegen (Distalisation) der Backenzähne
  • Geringfügiges Abtragen des Zahnschmelzes und damit eine Verkleinerung des Zahnmaterials (Slicing – Approximale Schmelz Reduktion)

Möglichkeiten der Platzbeschaffung bei erheblichem Platzmangel:

  • Entfernung (Extraktion) bleibender Zähne
  • Starke Verbreiterung des Oberkiefers durch Öffnung der Gaumennaht
Nichtanlage

Der Begriff „Nichtanlage“ beschreibt das Fehlen eines bleibenden (permanenten) Zahnes. Unter dem betroffenen Milchzahn ist also kein bleibender Zahn angelegt, d.h. bei Verlust des Milchzahns entsteht in dieser Stelle eine Zahnlücke. Nichtanlagen liegen bei 5-10% der Bevölkerung vor. Am häufigsten ist der zweite kleine Backenzahn im Unterkiefer betroffen, gefolgt vom oberen seitlichen Schneidezahn und dem zweiten kleinen Backenzahn im Oberkiefer.

Eine Zahnlücke ist für das restliche Gebiss statisch ungünstig. Die Nachbarzahne haben nun keine seitliche Abstützung mehr und können in die Lücke hinein kippen. Die Zähne im Gegenkiefer werden beim Kauen ebenfalls nicht mehr abgestützt und können sich in die Lücke hinein verlängern.

Bei dem Vorliegen einer Nichtanlage stellt sich für die KIeferorthopädie stets die gleiche Frage: Lückenöffnung oder Lückenschluss? Beide Lösungsansätze haben Vor- und Nachteile und es gilt diese individuell abzuwägen. Wegweisende Faktoren sind beispielsweise die Platzbilanzen in beiden Kiefern, das Verhältnis der Zahngrößen im Ober- und Unterkiefer zueinander, die Verzahnung, die Knochenstruktur im Bereich der Nichtanlage, u.v.m.

In vielen Fällen bietet sich eine der beiden Möglichkeiten förmlich an oder ist gar unausweichlich. In manchen Fällen können beide Wege zielführend sein. Dann sollten die Argumente für und gegen eine Lückenöffnung bzw. einen Lückenschluss gemeinsam besprochen werden. Auch kann es sein, dass zur optimalen Einstellung der Verzahnung weitere bleibende Zähne geopfert werden müssen, um einen symmetrischen Zahnbogen herzustellen und so eine seitengleiche Verzahnung zu ermöglichen.

Lückenöffnung

Vorteile

  • Evtl. weniger aufwändige kieferorthopädische Therapie
  • Keine ästhetische Umformung der bewegten Zähne notwendig

Nachteile

  • Spätere prothetische Versorgung der Lücke erforderlich – eine . Eine Implantation ist erst nach Wachstumsabschluss, d.h. mit ca. 18 Jahren möglich
  • Bei Belassen des Milchzahnes evtl. nicht ganz optimale Verzahnung im Seitenzahnbereich

 

Lückenschluss

Vorteile

  • Keine Notwendigkeit für späteren Zahnersatz
  • Optimale Verzahnung kieferorthopädisch einstellbar

Nachteile

  • Evtl. umfangreichere kieferorthopädische Therapie (mit skelettaler Verankerung) nötig
  • Ggf. spätere ästhetische Formkorrektur einzelner Zähne empfehlenswert

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit nicht angelegte Zähne zu „ersetzen“. In ausgewählten Fällen kann eine Verpflanzung (Transplantation) eines anderen eigenen Zahnes in Erwägung gezogen werden. Dieses Verfahren funktioniert am besten, wenn das Wurzelwachstum des betroffenen Zahnes noch nicht ganz abgeschlossen ist. Im optimalen Fall nimmt der Nerv dieses Zahnes dann keinen Schaden. Dieses aufwändige Verfahren erfolgt in Absprache und enger Zusammenarbeit mit der Kieferchirurgie.

Retention und Verlagerung

Steckt ein bleibender Zahn an der richtigen Stelle im Kiefer fest, spricht man von Retention. Verharrt der Zahn in einer verkehrten Stelle im Kieferknochen oder liegt deutlich abweichend von seiner normalen Durchbruchsrichtung, so wird dies als Verlagerung bezeichnet. Am häufigsten ist der obere Eckzahn (56%) betroffen, gefolgt von den kleinen Backenzähnen im Unterkiefer (9%) und dem oberen seitlichen Schneidezahn (5%).

Eine Retention oder Verlagerung kann verschiedene Ursachen haben. Häufige Gründe sind zu lange im Mund verbleibende Milchzähne, Platzmangel, Unfälle, überzählige Zähne, gutartige Tumore, entzündliche Prozesse, Zysten, uvm.

Wenn ein Zahn nicht selbständig durchbrechen wird, besteht aus kieferorthopädischer Sicht Handlungsbedarf. Im Allgemeinen wird eine Einordnung retinierter oder verlagerter Zähne mittels kieferorthopädischer Geräte nach chirurgischer Freilegung angestrebt. Die Voraussetzungen für eine so genannte Mobilisation sind ausreichende Platzverhältnisse, die Möglichkeit den Zahn operativ freilegen zu können und eine beständige Mitarbeit des Patienten.

Solch eine Mobilisation benötigt viel Zeit, denn der Zahn muss durch den Knochen hindurch bewegt werden. Anfangs wird der betroffene Zahn operativ sichtbar gemacht und ein kleines Knöpfchen auf der Zahnoberfläche befestigen. Im nächsten Schritt wird eine Zahnspange eingegliedert, mit der täglich an dem Zahn gezogen wird. Häufig werden dafür Plattenapparaturen verwendet, die mit speziellen Häkchen versehen sind, in die der Patient eigenständig Gummizüge von dem Knöpfchen am Zahn einhängen muss. Es besteht auch die Möglichkeit einen verlagerten Zahn mittels einer festen Zahnspange zu mobilisieren. Da hierbei unerwünschte Nebenwirkungen für die anderen Zähne des Zahnbogens entstehen können, wird häufig eine zusätzliche Verankerungsquelle in Erwägung gezogen, z.B. ein Transpalatinalbügel.

Frontzahntrauma

Bei einem Sturz auf das Gesicht sind häufig auch die Zähne betroffen. In jedem Fall ist eine Kontrolle in der Zahnarztpraxis empfehlenswert. Manchmal sind dann ein oder gar mehrere Frontzähne geschädigt. Im ungünstigsten Fall hat sich der Patient bei dem Sturz einen oder gar mehrere (meist) Schneidezähne ausgeschlagen (Avulsion).

Die akute Therapie übernimmt im Falle eines solchen Sturzes in der Regel der Hauszahnarzt bzw. die Hauszahnärztin Diese schätzen nach erfolgreicher Erstbehandlung auch die langfristige Prognose für die betroffenen Zähne ein. In einem Gesamtbehandlungskonzept kann auch eine Vorstellung in einer kieferorthopädischen Praxis weiter helfen. Dort wird nach Erstellung aller nötigen diagnostischen Unterlagen individuell über einen möglichen Lückenschluss mittels Zahnspangen nachgedacht (siehe auch „Nichtanlage“).

Weitere Informationen zu den Behandlungen bei Kindern und Jugendlichen

Plattenapparaturen (herausnehmbare Zahnspange)

Plattenapparaturen sind herausnehmbare Zahnspangen, die je einen Kiefer oder beide Kiefer zueinander beeinflussen können. Grundsätzlich bestehen sie aus einem Plattenkörper aus Kunststoff, der mit verschiedenen Halteelementen aus Draht sowie zusätzlichen Bewegungselementen, z.B. Schrauben, Federn oder dergleichen versehen sein kann. Die transversale Dehnplatte (TD-Platte, Transversalplatte) ist ein sehr häufig angewandtes Behandlungsgerät, das zur Vergrößerung der Kieferbreite führt. Die Dehnschraube wird durch den Patient in regelmäßigen Abständen selbständig gedreht.

Plattenapparatur zum Dehnen des Kiefers
Plattenapparatur zum Dehnen des Kiefers. Die beiden Plattenhälften können über die Dehnschraube mit Hilfe des Schlüssels gedreht werden. 

Des Weiteren gibt es eine ähnliche Plattenapparatur, die die Zahnbogenlänge vergrößern kann (SD-Platte), d.h. z.B. Schneidezähne nach vorne verschieben kann. Die Plattenapparatur kann ebenso mit einer Schraube zur Distalisation der Seitenzähne versehen sein. In diesem Fall werden die entsprechenden Seitenzähne durch das regelmäßige Drehen der Schraube nach hinten bewegt.

Großen Nutzen bietet auch die aktive Platte mit sogenannten Protrusionselementen. Hierbei können verschiedene Bewegungselemente zum Vorschub der Schneidezähne eingesetzt. Diese reichen von Federn, über spezielle Schrauben und/oder Klammern. Bei guter Mitarbeit können in relativ kurzer Zeit die Schneidezähne deutlich nach vorne geschoben und eingefangene Zähne in den Zahnbogen eingegliedert werden. Alle oben genannten Apparaturen können zusätzlich mit Aufbissen versehen sein, um dessen Wirksamkeit zu erhöhen.

Funktionskieferorthopädische Geräte

Funktionskieferorthopädische Geräte (FKO-Geräte) sind beim noch im Wachstum befindlichen Patienten insbesondere dann hilfreich, wenn die Kiefer zueinander in ihrer Lage verändert werden sollen. Dies gilt in besonderem Maß wenn der Unterkiefer beispielsweise zu weit hinten liegt oder auch seitlich verschoben ist. Aber auch eine Rücklage des Oberkiefers sowie das Wachstum des Unterkiefers kann mittels solcher Apparaturen günstig beeinflusst werden.

Neben der Beeinflussung der Kieferlagen zueinander und damit auch der Verzahnung, kann ebenso das Gesichtsprofil verbessert werden. Dieser therapeutische Ansatz beschränkt sich daher nicht allein auf die Zähne, sondern bindet das gesamte Kausystem ein. Eine Beeinflussung der Kaumuskeln, der mimischen Muskulatur, der Lippen-, Wangen- und Zungenfunktion kann durch diese Geräte vorgenommen werden. Durch Elemente zur Reizsetzung für die Zunge, Wangen und die Lippen und fungieren die Geräte als eine Art Trainingsgerät für die Muskulatur.

Die Tragezeit ist sehr von den individuellen Anforderungen abhängig und muss mit dem Behandler individuell besprochen werden, auch da die Kinder inzwischen länger Schule haben und somit die Tragezeit genau festgelegt werden muss. Einige funktionskieferorthopädische Apparaturen werden nachts getragen, bei vielen ist es jedoch wichtig, dies durch einige Stunden tagsüber zu ergänzen, damit sich die Muskulatur besser umstellen kann.

Der klassische Aktivator und seine vielen Modifikationen sind weit verbreitete Vertreter dieser Gruppe. Er besteht aus einem Kunststoffanteil zwischen und hinter den Zahnreihen und dünnen Metalldrähten. Bei der Herstellung nimmt der Kieferorthopäde zusammen mit dem Patient einen Wachsbiss, den so genannten Konstruktionsbiss. Dabei wird der Unterkiefer in therapeutischer Richtung verschoben und so die neue Unterkieferlage festgelegt.

Funktionskieferorthopädische Apparatur
Funktionskieferorthopädische Apparatur

Durch das Tragen des Gerätes kommt es nach ca. ½ Jahr zur muskulären Anpassung an die neue Unterkieferlage. Erst nach 1-1½ Jahren haben sich die Umbauvorgänge auch im Bereich der Kiefergelenke und knöchernen Strukturen des Unterkiefers manifestiert [15]. Die Patienten können und sollen sowohl mit dem Oberkiefer als auch mit dem Unterkiefer in das Gerät beißen. Naturgemäß sitzen diese Geräte nicht fest im Mund.
Ähnliche Vertreter der Funktionskieferorthopädie sind der Bionator nach Balters sowie der offene elastische Aktivator nach Klammt.

Bei dem Funktionsregler nach Fränkel befinden sich die Kunststoffanteile lediglich in der Umschlagfalte zwischen den Zahnreihen und den Wangen bzw. Lippen. Diese Elemente dienen der gezielten Abschirmung störender Weichteileinflüsse. Im Mundinnenraum liegen ausschließlich Drahtelemente. Durch die spezielle Gestaltung der Kunststoffanteile kann mit diesem Gerät eine effektive Förderung des knöchernen Wachstums im Ober- bzw. Unterkiefer erfolgen.

Funktionsregler nach Fränkel
Funktionsregler nach Fränkel

Die Verbindung zweier aktiver Platten durch intermaxilläre Elemente führt zu einem weiteren funktionskieferorthopädischen Gerät. Diese Doppelplatten können insbesondere in sagittaler und transversaler Ebene die Aufgaben der Funktionskieferorthopädie übernehmen. Diese Apparaturen können auch angezeigt sein, wenn zeitgleich beide Zahnbögen zueinander ausgeformt werden sollen. Die einzelnen Platten werden über Stege oder Sporne an der Oberkieferplatte mit dem schrägen Plateau der Unterkieferplatte verbunden. Am meisten Verwendung finden die Doppelplatten nach Sander.

Doppelplatte nach Sander
Doppelplatte nach Sander

Skelettale Verankerung (Minischraube)

Will man in der Kieferorthopädie Zähne bewegen, muss man sich an anderen Zähnen festhalten, um diese Bewegungen durchführen zu können. Meist möchte man die Zähne, an denen man sich festhält, nicht bewegen, sondern vielmehr stabil verankern. In besonderen Fällen kann es zu einer Verankerungsschwäche für die geplanten Zahnbewegungen kommen. Dies bedeutet, dass die reguläre Verankerung an den vorhandenen Zähnen im Mund nicht ausreichend ist, um ohne unerwünschte Nebenwirkungen die gewünschte Bewegung ausführen zu können.

Inzwischen gibt es die Möglichkeit solche Verankerungsverluste zu vermeiden. Dafür wird eine kleine Schraube in den Knochen eingebracht. Diese sogenannte Minischraube ist ca. 1,2-2mm breit und 8-10mm lang. Sie wird in örtlicher (lokaler) Betäubung eingesetzt. Je nach Art der Bewegung gibt es verschiedene Orte im Kiefer, an denen die Schraube sicher eingebracht werden kann: zwischen den Wurzeln der Zähne, hinter den letzten Backenzähnen im Ober- und Unterkiefer oder am Gaumen. Je nach Therapieansatz werden an der Schraube Drahtbögen, Gummis oder gesamte kieferorthopädische Apparaturen befestigt. Nach Beendigung der Behandlung wird die Schraube wieder herausgedreht, was in den meisten Fällen ohne örtliche Betäubung möglich ist. Die Behandlungsunterstützung mittels einer solchen Minischraube ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und erfordert daher private Zuzahlungen.

Minischraube. Rechtes Foto zeigt den Zustand nach 3 Monaten. Der Eckzahn wurde durch die an der Minischraube befestigten Zugfeder nach hinten bewegt (= Retraktion). (Fotos: Forestadent)
Minischraube. Rechtes Foto zeigt den Zustand nach 3 Monaten. Der Eckzahn wurde durch die an der Minischraube befestigten Zugfeder nach hinten bewegt (= Retraktion).
(Fotos: Forestadent)

Indikationen:
- Unzureichende Verankerungsmöglichkeit an den vorhandenen Zähnen
- Ablehnung von extraoralen Verankerungshilfen
- Vermeidung von Nebenwirkungen regulärer intraoraler Verankerungshilfen
- Verkürzung der Tragedauer der Apparatur

Mundvorhofplatte (konfektioniert, individuell)

Eine Mundvorhofplatte ist ein herausnehmbares kieferorthopädisches Gerät, welches in der Form eines Abschirmschildes im vorderen oberen und unteren Teil der Umschlagfalte zu liegen kommt. Dieses Gerät findet seine Anwendung häufig bei jungen Patienten im Kleinkindalter und stellt damit eine Möglichkeit dar, frühzeitig Fehlfunktionen abzustellen, um so das Wachstum günstig zu beeinflussen. Konkret fördert die Mundvorhofplatte den Lippenschluss, hilft eine vergrößerte Schneidezahnstufe zu verringern und kann daher zur Vorbeugung eines offenen Bisses und/oder einer Unterkiefer-Rücklage eingesetzt werden. Zusätzlich kann ein Zungengitter angebracht werden, um so zeitgleich auch Zungenfehlfunktionen zu beseitigen.

Konfektionierte Mundvorhofplatte
Konfektionierte Mundvorhofplatte

Grundsätzlich gibt es konfektionierte Mundvorhofplatten, die in den meisten Fällen ausreichend sind, um die gewünschten Wirkungen zu erzielen. In einigen Fällen kann es jedoch sinnvoll sein, eine individuell angepasste Mundvorhofplatte herzustellen.

Lückenhalter

Die Eingliederung eines Lückenhalters ist als vorbeugende Maßnahme für eine korrekte Gebissentwicklung anzusehen. Bei vorzeitigem Verlust eines Milchzahnes, z. B. durch Karies, entsteht eine Lücke. Nun können die Nachbarzähne in diese Lücke kippen, hintere Seitenzähne nach vorne wandern oder Zähne aus dem Gegenkiefer „länger werden“. Durch diese Vorgänge verengt sich die Lücke und es entsteht ein Platzmangel für den bleibenden Nachfolger des verloren gegangenen Milchzahnes. Daher wird in den meisten Fällen versucht, die entstandene Lücke bis zum Durchbruch des bleibenden Nachfolgers offen zu halten, denn dieser Platz wird später für die Einordnung aller bleibenden Zähne in den Zahnbogen dringend benötigt.

Ein sogenannter Lückenhalter erfüllt genau diese Aufgabe. Grundsätzlich wird zwischen herausnehmbaren und festsitzenden Lückenhaltern unterschieden. Ein herausnehmbarer Lückenhalter besteht aus Drahtelementen, die in einer farblich individuell gestalteten Kunststoffbasis einpolymerisiert sind. Dieses Gerät bewirkt keine aktiven Zahnbewegungen.

Herausnehmbarer Lückenhalter
Herausnehmbarer Lückenhalter

Vorteile des herausnehmbaren Lückenhalters:

  • Erhalt der Lücke und Kontrolle der Gegenkieferzähne
  • Sehr gute Reinigungsmöglichkeit durch den Patienten

Nachteile des herausnehmbaren Lückenhalters:

  • Abhängigkeit von der Mitarbeit des Patienten

 

Der festsitzende Lückenhalter wird meist aus Molarenbändern oder Drahtplättchen, die durch einen stabilen Draht verbunden sind, gestaltet. Er wird auf die verbleibenden Zähne geklebt und kann daher durch den Patienten nicht selbständig entfernt werden.

Vorteil des festsitzenden Lückenhalters:

  • Tragedauer vom Patienten unabhängig

Nachteile des festsitzenden Lückenhalters:

  • Erhalt der Lücke ohne Kontrolle der Gegenkieferzähne
  • Erschwerte Mundhygiene
  • Traumatisierung des Zahnfleisches möglich
Positioner für die Retentionsphase

Der Positioner ist ein relativ wuchtiges, aber elastisches Behandlungsgerät. Er besteht aus klaren Kunststoffschienen, die für den Oberkiefer und Unterkiefer zu einem großen Gerät vereint werden. Er wird in der Regel in der Schlussphase der Behandlung, nach Beendigung der Multiband-Phase, eingesetzt, um allerletzte, kleine Verbesserungen der Zahnstellungen zu bewirken.

In der Herstellung werden die entsprechenden Zähne im Gipsmodellmodell verändert und anschließend das Gerät angefertigt. Bei der Eingliederung ergeben sich somit Diskrepanzen zwischen dem Gerät und der Patientensituation. Durch kräftiges Einbeissen in das Gerät nehmen die Zähne ihre gewünschte Position ein.

Positioner
Positioner

Die Nachteile des Positioners bestehen in seiner klobigen Gestalt und dem daher geringen Tragekomfort. Die Tragemoral bei Tag wird durch das deutlich erschwerte Sprechen eingeschränkt. Eine Motivation könnte die relativ kurze Tragedauer bei guter Tragemoral (vor allem bei Tag) darstellen, d.h. ungefähr 4-8 Wochen. Nach diesem Abschnitt sollten sich die Zähne gut eingestellt haben und die Kieferorthopädien bzw. der Kieferorthopäde kann auf andere Retentionsgeräte umsteigen.

Weitere Informationen zu den Behandlungen bei Erwachsenen

Lingualtechnik

Ein offenes und herzliches Lächeln ist Ausdruck von Zufriedenheit und Lebensfreude. Der Beginn einer Freundschaft, sagt der Volksmund. Aber was, wenn die Frontzähne "schief" stehen oder zu weit über die Unterkieferschneidezähne ragen? Zu eng stehende Zähne behindern außerdem die Mundpflege, Karies und Zahnfleischentzündungen können leichter entstehen.

In vielen Fällen kann dann mit kieferorthopädischen Mitteln für Abhilfe gesorgt, die Ästhetik verbessert werden. Denn, eine kieferorthopädische Behandlung ist keine Frage des Alters. Sie ist auch für Erwachsene möglich. Wichtig ist nur, dass keine Zahnbetterkrankungen vorliegen. Allerdings benötigt die Zahnverschiebung im ausgewachsenen Kiefer mehr Zeit. Und, die Krankenkasse erstattet bei Personen, die über 18 Jahre alt sind, keine Kosten für Zahnstellungskorrekturen.

Auch Erwachsene können die Möglichkeiten der modernen Kieferorthopädie nutzen.
Auch Erwachsene können die Möglichkeiten der modernen Kieferorthopädie nutzen. Foto: proDente e.V.

In der Regel erfolgt die kieferorthopädische Erwachsenenbehandlung mit festsitzenden Geräten. Durchschnittlich dauert die Behandlung ein bis zwei Jahre, an die sich eine Stabilisierungsphase mit einem so genannten Retentionsgerät anschließt. Mit dieser herausnehmbaren Zahnklammer oder Schiene wird für eine dauerhafte Stabilisierung des Behandlungsergebnisses gesorgt.

Lingualtechnik – die fast unsichtbare Zahnspange
Neben der Methode, die Zahnfehlstellung durch eine festsitzende Apparatur auf der Zahnaußenseite durchzuführen, besteht mit der "Lingualtechnik" (lingual = zungenseitig) die Möglichkeit, die Zahnfehlstellung durch eine festsitzende Apparatur auf der Zahninnenseite – also nicht sichtbar – zu korrigieren. Diese Technik erfordert allerdings einen erhöhten Aufwand. Außerdem ist für den Patienten die Eingewöhnungsphase länger und es können Probleme beim Essen, Sprechen und der Zahnpflege auftreten.

Weitere Informationen auf diesem Blog

Weitere Informationen im Internet

Kieferorthopädie ist oft nötig.
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6 Kommentare zu „Kieferorthopädie ist oft nötig.

  • 2. April 2020 um 2:03 pm
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    Ich habe als Kind lange eine festsitzende Zahnspange getragen aber mich damit nicht wohl gefühlt. Meine Mutter sagte mein Lächeln wäre ganz verschwunden und nach einigen Monaten habe ich auf eine herausnehmbare Spange gewechselt. Heute schaue ich immer auf die Zähne von meinem Sohn und mein Kieferorthopäde für Kinder von 3 bis 9 Jahren schaut sich regelmäßig seine Zähne an.

    Antworten
  • 27. April 2020 um 6:34 pm
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    Mein Sohn erfährt Problemen mit seinen Zähnen und könnte einen Kieferorthopäden brauchen. Ich wusste nicht, dass Lutschgewohnheiten eine Ursache von Zahnfehlstellungen und Gebissfehlbildungen sein könnten. Wir werden uns mit einem Kieferorthopäden darüber beraten.

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  • 4. Mai 2020 um 9:12 pm
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    Danke, dass Sie darauf hingewiesen haben, wie die Kieferorthopädie benötigt wird, um den Oberkiefer mit dem Unterkiefer in Übereinstimmung zu bringen. Mein Kiefer war schon immer falsch ausgerichtet, aber das möchte ich ändern. Ich werde mich auf jeden Fall mit einem Kieferorthopäden treffen, damit ich meine Kieferausrichtung korrigieren kann.

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  • 5. Mai 2020 um 12:23 am
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    Meine Nichte wird Zahnspangen brauchen und sie und ihre Eltern versuchen zu entscheiden, welche Art am besten wäre. Das ist hilfreich zu wissen, dass herausnehmbare Zahnspangen einfach mit Zahnbürste gereinigt werden können. Ich werde ihnen diesen Beitrag schicken, sodass sie eine gute Entscheidung treffen können.

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  • 6. Mai 2020 um 12:45 pm
    Permalink

    Gut zu wissen, dass es spezielle Zahnspangenzahnbürste auf dem Markt gibt. Mein Kind braucht eine Zahnspange und ich glaube, dass eine korrekte Hygiene entscheidend ist. Daher informiere ich mich gerne zum Thema, um Tipps zu sammeln. Ich werde mich definitiv weiter über solche Bürste informieren!

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