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Mehr Löcher durch Corona?

Zwar sinken die Corona-Fallzahlen, aber noch meiden viele Patienten den Kontrollbesuch beim Zahnarzt.

Lesedauer: 2 Minuten

Durch Corona Rückgang beim Zahnarztbesuch

Aktuelle Daten der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) zeigen, dass sich seit Beginn der Corona-Pandemie viele Patienten aus Angst vor Ansteckungen nicht mehr in die Zahnarztpraxis trauen. Im Zeitraum Januar bis März 2020 gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum elf Prozent weniger Versicherte zur Zahnvorsorgeuntersuchung. In den Monaten April bis Juni waren es bundesweit sogar 19 Prozent.​1​

Mit Blick auf die Jahre vor der Corona-Pandemie stellt man fest, dass die Bereitschaft, an Zahnvorsorgeuntersuchungen teilzunehmen, weitestgehend konstant war. 2018 nahmen 57 Prozent der KKH-Versicherten mindestens einen Kontrolltermin wahr. 2019 waren es 58 Prozent. Spitzenreiter bei der Zahnkontrolle ist Sachsen. Laut KKH suchten 2019 mehr als 65 Prozent der Sachsen mindestens einmal ihre Zahnarztpraxis zur Kontrolle auf. Was gut ist, denn dann werden Zahnprobleme rechtzeitig erkannt und Schmerzen vermieden.

Umsatzrückgang in den Zahnarztpraxen

Das Ausbleiben der Patienten hat auch Folgen für die Zahnarztpraxen. Was sich durch das Fehlen der Prophylaxetermine vor allem im Bereich der privat zu zahlenden Leistungen wie zum Beispiel die Professionelle Zahnreinigung bemerkbar macht. Hier betrug der Umsatzrückgang im 2. Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr mehr als ein Drittel. Im April 2020 waren es fast 50 Prozent.​2​

(zpl, Foto Teaserbild: Robert Petrovic/Shutterstock.com)

Literatur

  1. 1.
    Corona: Viele Menschen meiden die Zahnvorsorge. KKH – Kaufmänniche Krankenkasse. Published February 4, 2021. Accessed February 11, 2021. https://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/zahn
  2. 2.
    Klartext 01/21. Bundeszahnärztekammer. Published January 28, 2021. Accessed February 11, 2021. https://www.bzaek.de/presse/infodienst-klartext/klartext/klartext-01-21.html
Corona, Vorsorgeuntersuchung, Bonusheft, Hygiene

Auch während der Corona-Krise sollen Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden. Denn dann erhalten gesetzlich Versicherte einen Eintrag in ihr Bonusheft. Laut Terminservice- und Versorgungsgesetz können Krankenkassen seit dem 1. Oktober 2020 aufgrund eines Ausnahmetatbestandes einmalig ein fehlendes Bonusjahr anerkennen. Gesetzlich ist nicht definiert, wann ein solcher Ausnahmetatbestand vorliegt und ob dieser durch die Corona-Krise gegeben ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, geht auch während der Pandemie zur Zahnkontrolle.
In Zahnarztpraxen gelten generell hohe Hygienestandards, was das Risiko einer Infektion für Patienten stark reduziert.

Eine Studie des Instituts der Deutschen Zahnärzte kommt zu dem Ergebnis, dass eine Zahnarztpraxis durchschnittlich rund 70.000 Euro pro Jahr in Hygienemaßnahmen investiert. Was deutlich höher ist als in Arztpraxen.

(Quellen: KKH, IDZ)

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