Röntgenpass nur noch freiwillig

Röntgenpass nur noch freiwillig.

Seit Beginn dieses Jahres sind Zahnarztpraxen, Arztpraxen und Kliniken, in denen geröntgt wird, nicht mehr verpflichtet, ihren Patienten einen Röntgenpass auszuhändigen und Röntgenuntersuchungen in diesen Pass einzutragen.

Röntgenpass muss nicht mehr angeboten werden

Der Röntgenpass wurde 1988 eingeführt. In ihm können Angaben über den den Zeitpunkt einer Röntgenuntersuchung, die geröntgte Körperregion, die Untersuchungsart sowie zu dem Arzt, der die Untersuchung durchgeführt hat, eingetragen werden. Zwar war schon bisher das Führen des Röntgenpasses freiwillig, aber bei Röntgenuntersuchungen waren Röntgenpässe bereitzuhalten und der untersuchten Person anzubieten (§ 28 Abs. 1 RöV). Mit der am 31. Dezember 2018 in Kraft getretenen Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) entfällt nun die Pflicht, den Pass den Patienten anzubieten und Untersuchungen darin einzutragen.

Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt weiterhin die Dokumentation

Dennoch empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), dass Patienten Röntgenuntersuchungen dokumentieren, bzw. die Praxis oder Klinik bitten, die durchgeführte Röntgenuntersuchung in ein entsprechendes Heft einzutragen. So können unnötige Wiederholungsaufnahmen, bspw. beim Wechsel des untersuchenden oder behandelnden Arztes, bei der Überweisung zu anderen Ärzten oder Institutionen, in Krankenhäuser oder sonstigen ärztlichen Einrichtungen vermieden werden. Schließlich ist jede Röntgenuntersuchung mit einem gewissen, wenn auch geringen Strahlenrisiko verbunden. Zwar ist der Röntgenpass rechtlich nicht mehr vorgeschrieben, aber das Bundesamt für Strahlenschutz stellt auf seiner Internetseite eine Passvorlage zum Download zur Verfügung. Damit können Sie auch weiterhin ihre Röntgenaufnahmen dokumentieren.

135 Millionen Röntgenuntersuchungen pro Jahr

Jährlich werden in Deutschland 135 Millionen Röntgenuntersuchungen durchgeführt. Umgerechnet auf die Bevölkerung wird theoretisch jeder Deutsche 1,7 Mal pro Jahr geröntgt. Die daraus resultierende Strahlenbelastung liegt bei rund 1,6 Millisievert. Zum Vergleich: Die durchschnittliche natürliche Strahlenbelastung, der eine Person in Deutschland im Schnitt im Jahr ausgesetzt ist, liegt bei 2,1 Millisievert.

(Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz/Foto: zahnputzladen.de)

 

Weitere Informationen im Internet

 

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8 Kommentare zu „Röntgenpass nur noch freiwillig.“

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  2. Das Thema Zahnarztordination interessiert mich schon seit Längerem. Ich bin immer auf der Suche nach neuen und interessanten Artikeln und Blogs zu diesem Thema. Es ist super, dass ich diesen Blog gefunden habe. Hier findet man echt viele hilfreiche Informationen.

  3. Eine Bekannte von mir aus Berlin braucht eine Röntgenuntersuchung und war sich nicht sicher, ob sie noch den Röntgenpass dafür braucht. Hier wird erklärt, dass das seit Dezember 2018 nicht mehr notwendig ist. Das erleichtert ihr das Gewissen, sich hin und wieder Röntgen zu lassen.

  4. Meine Mutter hatte vor Kurzem eine Röntgen Untersuchung. Ich wusste nicht, dass Kliniken gebeten werden, die durchgeführte Röntgenuntersuchung in ein entsprechendes Heft einzutragen. Aber gut zu wissen.

  5. Mein Onkel ist derzeit auf der Suche nach einer Röntgenuntersuchung beim Tierarzt. Dabei ist es gut zu wissen, dass der Röntgenpass nur noch freiwillig ist. Ich hoffe, dass er einen passenden Anbieter finden wird.

  6. Ich musste vor Kurzem geröntgt werden. Interessant, dass man weiterhin die Röntgenuntersuchung dokumentieren sollte. Am besten frage ich die Praxis für Radiologie, ob sie dies auch bei mir gemacht haben.

  7. Weshalb muss der Röntgenpass nicht mehr angeboten werden? Das verstehe ich nicht ganz. Das letzte Mal als ich bei meinem Zahnarzt war, war der Röntgenpass noch im Spiel.

  8. Danke für den Artikel! Bis jetzt musste ich tatsächlich immer nur beim Zahnärzten zum Röntgen. Daher ist es gut zu wissen, dass man keinen Röntgenpass mehr braucht. Ich vergesse diesen sowieso immer.

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