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Parodontose, die schleichende Gefahr

Parodontitis betrifft jeden Zweiten

Die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) zeigt, dass in Deutschland mehr als die Hälfte der Erwachsenen mittleren Alters von Parodontitis betroffen sind (vgl. BZÄK). Mit anderen Worten: Rund fünf Millionen Frauen und Männer leiden an Parodontitis oder umgangssprachlich an Parodontose. Oftmals ohne es zu wissen. Denn die Erkrankung verläuft in der Regel schleichend und zunächst ohne Schmerzen. Warten wir aber zu lange, dann wackeln die Zähne und fallen schließlich aus. Gorbatschows berühmter Spruch „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ passt leicht abgewandelt auf das Problem der Parodontitis: „Wer zu spät zum Zahnarzt geht, den bestrafen die Zähne“. Im schlimmsten Fall mit ihrem Verlust. Mit zunehmendem Alter werden mehr Zähne als Folge von Parodontitis als aufgrund von Karies gezogen. Besonders anfällig für Parodontitis sind Raucher, Diabetiker und Personen mit unzureichender Mundhygiene.

Regelmäßige zahnärztliche Kontrolle ist wichtig

Die regelmäßige Kontrolle der Zähne und des Zahnfleisches auf Anzeichen einer Parodontitis ist besonders wichtig. Diese zahnärztliche Parodontitis-Kontrolle(PSI) ist für Kunden von AOK und Co. alle zwei Jahre kostenfrei. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt ist eine Behandlung mit dem Ziel, die Zähne zu erhalten, möglich.

Keine Zahnbeläge, keine Parodontose

In jedem Fall ist es aber besser, wenn Sie es gar nicht erst soweit kommen lassen. Denn die Parodontitis können Sie in den meisten Fällen durch eine gute Zahn- und Mundpflege vermeiden. Zahnpasta, Zahnbürste und Zahnseide bzw. Zahnzwischenraumbürstchen sind unsere Waffen im Kampf gegen die Parodontitis und für feste Zähne. Natürlich ergänzt um regelmäßige Kontrolluntersuchungen.

Lebensgefahr durch Parodontitis?

Die Parodontitis ist aber nicht nur eine Gefahr für unsere Zähne. Immer mehr wissenschaftliche Studien zeigen, dass zwischen Parodontitis und anderen ernsten Erkrankungen ein Zusammenhang besteht. Experten diskutieren Zusammenhänge bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose, Diabetes, Schlaganfall, Gastritis mit Helicobacter-Infektion oder auch Frühgeburten und Geburtskomplikationen. Selbst ein Zusammenhang zwischen bestimmten Krebserkrankungen und Parodontitis wird vermutet. (vgl. zm-online). Einer amerikanischen Studie zufolge lag das Risiko an irgendeinem bösartigen Tumor zu erkranken, bei Frauen mit Parodontitis im Vergleich mit Frauen, die nicht an Parodontitis litten um 14% höher. Dennoch sollte diese Studie nicht überbewertet werden, da sie nicht schlüssig nachweist, dass alleine die Parodontitis für diese Steigerung der Tumorrate verantwortlich ist (vgl. Ärzte Zeitung vom 18.08.2017).

Zusammenhänge zwischen Parodontitis und anderen Erkrankungen oft nicht eindeutig

Auch bei anderen, immer wieder gehörten oder gelesenen Aussagen ist Vorsicht geboten. So ist der Zusammenhang zwischen Parodontitis und Frühgeburten bisher nicht eindeutig belegt. Daher ist keine Aussage möglich, inwieweit eine Parodontitistherapie dieses Risiko senken kann (vgl. ZWP Online). Ebenfalls keine einheitliche Antwort gibt es auf die Frage, ob die Parodontitis das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht. Während der Experte Peter Lockhart (Carolinas Medical Center, Charlotte, North Carolina) hier Zweifel sieht (vgl. Medizin-2000) und die Ärzte Zeitung Online vom 25.04.2012 titelt „Parodontitis macht keine Herzinfarkte“ (vgl. Ärzte Zeitung), fanden Kieler Forscher heraus, dass Patienten mit erfolgreich bekämpfter Zahnfleischentzündung elastischere Blutgefäße und niedrigeren Blutdruck haben. Der Angiologe Johannes Baulmann vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck geht davon aus, dass die Studie erste Hinweise darauf gibt, dass mit einer Parodontitis-Behandlung Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mögliche Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall reduziert werden könnten. (vgl. Der Standard vom 05.12.2014).

Parodontitis und die möglichen Folgen
Parodontitis und die möglichen Folgen

Fazit

Ob eine Parodontitis wirklich lebensgefährlich ist, kann noch nicht eindeutig beantwortet werden. Hier gibt die Wissenschaft trotz vieler Studien noch keine klare Antwort. Weitere Studien sind nötig um die Zusammenhänge zwischen Parodontitis und weiteren Erkrankungen zu klären. Dennoch sollten Sie Parodontitis nicht auf die leichte Schulter nehmen. Vielmehr ist es wichtig, die Krankheit frühzeitig zu erkennen um rechtzeitig mit einer Behandlung beginnen zu können. Richtig ist aber auch, dass wir selbst gefordert sind, diese Krankheit nach Möglichkeit zu vermeiden. Und dazu gehört ja nicht viel. Zweimal täglich die Zähne putzen, die Verwendung von Zahnseide und Mundspülung senken das Risiko von Parodontitis. Der Fachhandel hält eine breite Palette an speziellen Mundhygieneprodukten zu Schutz vor Parodontitis bereit. Raucher sollten zudem auf das Rauchen verzichten. Das Hilft nicht nur den Zähnen, sondern senkt zusätzlich auch das Risiko für andere Erkrankungen.

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