Lebensmittelampel

Lebensmittelampel findet breite Zustimmung.

Die Einführung einer Lebensmittelampel würden neun von zehn Deutschen begrüßen, denn laut einer forsa-Umfrage sind 92 Prozent für diese Farbkennzeichnung von Lebensmitteln. Mit den drei Ampelfarben soll dargestellt werden, wie hoch der Fett- oder Zuckeranteil in einem Produkt ist. 76 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich die Menschen mit Hilfe der Ampel gesünder ernähren würden.

Mehrheit für Lebensmittelampel

Schon seit langem fordern Ärzteverbände, Krankenkassen und Verbraucherorganisationen die Einführung der Lebensmittelampel. Bisher jedoch erfolglos. Was in Großbritannien, Frankreich und Belgien zumindest auf freiwilliger Basis möglich ist, scheiterte bisher in Deutschland – auch am Widerstand der Lebensmittelindustrie. Die Deutschen hingegen würden diese Kennzeichnung begrüßen. Das zeigt eine vom Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) durchgeführten repräsentativen Befragung von 1.003 Personen, bei der sich die überwältigende Mehrheit von 92 Prozent für eine Lebensmittelampel ausspricht. 61 Prozent der Befragten gehen zudem davon aus, dass es Aufgabe der Politik ist, sich um das Gesundheitsverhalten der Bürger zu kümmern. Lediglich jeder Dritte stuft dies als reine Privatangelegenheit ein. Drei Viertel sind der Ansicht, dass das Thema Ernährung ausführlicher als bisher im Schulunterricht behandelt werden soll.

Schärfere Eingriffe denkbar

Selbst schärfere Eingriffe des Staates sind für die Befragten denkbar: Drei Viertel sind für ein Verbot irreführender Gesundheitswerbung – – also der Betonung eines eher zweifelhaften medizinischen Nutzens von Lebensmitteln. Werbeverbote für Tabak (69 Prozent) und Alkohol (58 Prozent) finden ebenso eine Mehrheit wie höhere Steuern für Tabak (75 Prozent), Alkohol (59 Prozent) und zuckerhaltige Lebensmitteln (55 Prozent). Aber nur rund jeder Dritte befürwortet höhere Preise für sehr fetthaltige Produkte (37 Prozent) oder Fleischerzeugnisse (32 Prozent). Eine Ausweitung des Rauchverbots auf öffentliche Straßen oder Plätze lehnen die meisten ab (54 Prozent).

Für Belohungen – gegen Sanktionen

Zwar befürworten rund zwei Drittel (67 Prozent) niedrigere Krankenkassenbeiträge als Anreiz für eine gesündere Lebensweise. Sanktionen in Form höherer Beiträgen für schädliches Verhalten, beispielsweise für Rauchen, lehnt die Mehrheit (64 Prozent) jedoch ab.

(Quelle: GDV)

 

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