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Knappe Mehrheit für die Zuckersteuer.

Immer wieder in der Diskussion: die Zuckersteuer

In Großbritannien gibt es sie schon und bei uns wird derzeit darüber diskutiert. Die Rede ist von einer Zuckersteuer auf zuckerhaltige Getränke. In den USA leidet bereits jeder Dritte und in Europa jeder Zweite unter Fettleibigkeit oder Adipositas. Zuckerhaltige Erfrischungsgetränke Getränke scheinen hierbei eine wichtige Rolle zu spielen (vgl. DONALD News).

Risiko für Übergewicht, Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes

Diese Getränke liefern sogenannte „leere Kalorien“. Ihnen fehlen wichtige Nährstoffe und sie führen nicht zu einer Sättigung. Mit der negativen Folge, dass man mehr Kalorien aufnimmt. Neben Übergewicht und Fettleibigkeit drohen aber auch weitere Folgen. Das Risiko für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes steigt. Forscher gehen auch davon aus, dass der tägliche Verzehr von zuckerhaltigen Getränken das Herzinfarkt Risiko erhöht (vgl. https://medical-diag.com/6835-fruit-juice-as-bad-as-sugary-drinks-say-researchers). Ein zusätzliches Risiko ist die Gefahr von Karies, besonders bei Kindern und Jugendlichen, denn diese trinken deutlich mehr zuckerhaltige Getränke als empfohlen. Im Mittel trinken 3- bis 17-Jährige mehr als einen halben Liter zuckerhaltige Getränke (vgl. Journal of Health Monitoring, Juni 2018).

Mit Limo-Steuer zu mehr Gesundheit

Angesichts dieser Fakten ist verständlich, dass von verschiedenen Seiten die Politik aufgefordert wird, einer Limo-Steuer für mehr Gesundheit zu sorgen. Zumal andere Länder, beispielsweise in Frankreich, Mexiko oder Ungarn, bereits diesen Weg gehen. Zuletzt hat Großbritannien im April dieses Jahres eine Hersteller-Abgabe auf süße Softdrinks eingeführt. Durchaus erfolgreich, denn viele Getränkeproduzenten hatten bereits bereits im Vorfeld der erwarteten Abgabe den Zuckergehalt ihrer Drinks drastisch gesenkt. Darunter auch darunter Coca-Cola, Nestlé, Tesco und Lidl. Heute enthalten Softdrinks in Großbritannien teilweise nur noch halb so viel Zucker wie in Deutschland. Um rund 20 Cent pro Liter hat sich Cola, Fanta & Co. durch die Abgabe verteuert.

In Deutschland gibt es bisher keine konkreten Planungen zu einer Zuckersteuer. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist lediglich festgehalten: „Für die Nationale Reduktionsstrategie für Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten werden wir 2018 gemeinsam mit den Beteiligten ein Konzept erarbeiten, und dies mit wissenschaftlich fundierten, verbindlichen Zielmarken und einem konkreten Zeitplan versehen.“ (vgl. Koalitionsvertrag 2018, S. 89). Von der von der Verbraucherorganisation Foodwatch und einer Initiative von 2000 Ärzten gestellte Forderung nach Einführung einer Steuer hält die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner nichts.  (vgl. Klöckner gegen Zuckersteuer). Womit sie nicht Unrecht hat, denn eine Zuckersteuer ist natürlich kein Allheilmittel um chronische Krankheiten wie Diabetes zu verhindern.

Zuckersteuer ist weitaus komplexer als Tabak- oder Alkoholsteuer

Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen für Gesundheitsförderung, geht davon aus, „dass die Definition einer Zuckersteuer ungleich komplexer und vielschichtiger ist als zum Beispiel die Tabak- oder Alkoholsteuer. So muss eine sinnvoll umgesetzte Zuckersteuer auch Zuckersatzmittel, sprich Süßstoffe, und Zuckeralkohole, berücksichtigen, die – in zu hoher Dosierung – ebenfalls gesundheitsschädigend sind.“ (vgl. Dr.med. Mabuse Juli/August 2018. S. 15).
Eine Umfrage für die Verbraucherorganisation Foodwatch ergab, dass sich eine knappe Mehrheit der Deutschen, nämlich 52 Prozent, für die Einführung einer Steuer auf Cola und Limonade ausspricht. Zwei Jahre zuvor hatten nur 45 Prozent der Befragten eine Zuckersteuer befürwortet (vgl. foodwatch.de).

In letzter Konsequenz müsste Steuer auf andere Lebensmittel ausgeweitet werden

Hierbei ist allerdings zu bedenken, dass neben Zucker auch Zuckersatzstoffe, also Süßstoffe und Zuckeralkohole, in hohen Dosierungen nicht ganz unbedenklich sind. Zudem müsste eine konsequente Zuckersteuer auf alle alle Lebensmittel mit hohem Zuckeranteil ausgedehnt werden. Ganz abgesehen davon, dass die Zuckersteuer lediglich die Ernährung, und hierbei nur den Teilaspekt „Zucker“ betrifft. Daher muss die Alltagskompetenz und Verantwortungsfähigkeit der Verbraucher gefördert und gestärkt werden. Hier sind Informationen und Aufklärung wichtiger statt Verbote. Eine Zuckersteuer kann also nur der erste Schritt sein.

(Foto: © FERNANDO / Fotolia)

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