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Zahnpflege auf höchstem Niveau

Tägliche Zahnpflege und professionelle Zahnreinigung in der Praxis

Tägliche Zahnpflege und professionelle Zahnreinigung – das perfekte Duo für gesunde Zähne

Sicherlich haben Sie auch schon einmal den Spruch „ein sauberer Zahn wird selten krank“ gehört. Zwar können Sie nicht jede Karies und jede Parodontitis verhindern. Aber richtig ist, dass Sie durch vorbeugende Maßnahmen und eine gesundheitsbewusste Lebensweise einen großen Teil dazu beitragen können, um Ihre Zähne gesund zu erhalten. Zwar nicht alle, nämlich die professionelle Zahnreinigung, aber sehr viele dieser vorbeugenden Maßnahmen können Sie selbst durchführen.

Was können Sie selbst für Ihre Mundgesundheit leisten?

Schon mit regelmäßigem (mindestens 2x täglich) und gründlichem Zähneputzen mit einer fluoridierten Zahnpasta nach den Mahlzeiten, mindestens jedoch nach dem Frühstück und dem Abendessen, haben Sie den ersten Grundstein für die Gesundheit Ihrer Zähne und Ihres Zahnfleischs gelegt. Doch Zähneputzen allein reicht nicht. Denn dadurch werden nur 60 Prozent der Zahnoberflächen erreicht. Die Kauflächen, die Außen- und die Innenseiten der Zähne sind nun sauber. Aber zwei weitere Seiten, nämlich die Seiten zwischen den Zähnen, fehlen noch. Auch hier lagern sich Beläge an, in denen sich Bakterien verstecken, die Ihren Zähnen und Ihrem Zahnfleisch Probleme bereiten. Mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten können Sie diese Zahnzwischenräume gründlich säubern. Wobei Zahnzwischenraumbürsten, auch Interdentalbürsten genannt, besser reinigen. Leider nutzen nur rund 16 Prozent der jüngeren Erwachsenen und 29 Prozent der jüngeren Senioren regelmäßig Interdentalbürsten. Es gibt also noch viel zu tun.

Die Zahnzwischenräume nicht vergessen

Die Zahnseide ist besonders bei eng zusammenstehenden Zähnen geeignet. Ziehen Sie zunächst den dünnen Faden behutsam zwischen die Zähne. Mit kleinen Auf- und Ab-Bewegungen schaben Sie dann die Zahnbeläge von den Zahnflächen. abzuschaben. Zahnseide wird als „gewachste“ bzw. „ungewachste“ Zahnseide angeboten. Aufgrund der etwas geringeren Fadendicken kann die ungewachste Zahnseide auch bei sehr engen Kontaktpunkten eingesetzt werden. Sie reißt jedoch leichter und fädelt an Rauigkeiten schnell auf. Die gewachste Zahnseide lässt sich durch die zusätzliche Beschichtung leichter einführen und fädelt sich nicht so schnell auf (vgl. Zahnzwischenraumreinigung – eine Übersicht). Wenn Ihnen die Handhabung der Zahnseide etwas zu umständlich ist, dann sind bereits vorgespannte Zahnseidenhalter, beispielsweise der TePe Mini Flosser™, eine gute Alternative.

Bei etwas größeren Zahnzwischenräumen eignen sich Zahnzwischenraumbürsten. Um für die jeweilige Situation genau zu passen, werden diese Interdentalbürsten in verschiedenen Größen angeboten. Prinzipiell sollten Sie die Größe so wählen, dass die Bürste mit leichtem Widerstand in den Zahnzwischenraum gedrückt werden kann. Wenn Sie unsicher sind, hilft Ihnen sicherlich Ihre Zahnarztpraxis bei der Auswahl der benötigten Größe. Ist zwischen den Zähnen genug Platz, dann sind Interdentalbürsten die bessere Wahl, da sie im Vergleich mit Zahnseide besser reinigen.

Zahnzwischenraumreinigung mit dem Wasserstrahler

Wurden Mundduschen früher vor allem Kindern mit festen Zahnspangen oder Erwachsenen mit festsitzenden Brücken zur Entfernung von lose anhaftenden Belägen empfohlen, so werden in letzter Zeit Mundduschen immer mehr zum Reinigen der Zahnzwischenräume eingesetzt. Hier hat die Werbung für diese Geräte eine wichtige Rolle gespielt. Sicherlich kann der Wasserstrahl lose anhaftende Beläge wegspülen. Eine Munddusche ist kein Hochdruckreiniger. Sie ersetzt weder Zahnseide noch Zahnzwischenraumbürste. Wenn Sie also bereits diese Hilfsmittel verwenden, können Sie auf eine Munddusche verzichten. Die Munddusche kann aber für Personen, die eine Zahnseide oder eine Zahnzwischenraumbürste nicht anwenden können oder wollen, eine (nicht ganz vollwertige) Alternative zur Zahnzwischenraumreinigung sein.

Zungenreinigung verringert Mundgeruch

Wenn Ihre Zähne nun sauber sind, dann fehlt als „i“-Tüpfelchen nur noch die Zunge. Was in vielen asiatischen Ländern schon jahrhundertelange Tradition ist, zieht nun auch bei uns ein. Denn immer mehr entwickelt sich auch bei uns die Zungenreinigung zu einem morgendlichen und abendlichen Ritual. Durch die mechanische Entfernung der auf der Zunge haftenden Beläge wird Mundgeruch deutlich verringert.

Professionelle Hilfe unterstützt unsere täglichen Bemühungen

Trotz gründlicher Pflege: Fast immer bleiben Beläge in schwer zugänglichen Nischen auf den Zähnen zurück. Deshalb bieten die Zahnarztpraxen die professionelle Zahnreinigung, abgekürzt „PZR“, an. Mit ihr werden sämtliche Beläge beseitigt.
Am Anfang der PZR wird Ihr Gebiss gründlich untersucht. Danach werden die Beläge auf den Zahnoberflächen, in den Zahnzwischenräumen und in den Zahnfleischtaschen mit Ultraschall, besonderen Handinstrumenten und Zahnseide ganz gründlich gereinigt. Selbst hässliche Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Zigaretten sind nach dem Abstrahlen der Zähne mit einem Pulverstrahlgerät verschwunden. Anschließend erfolgt noch eine Hochglanzpolitur. Um den Zahnschmelz zu schützen, kann noch ein Fluorid-Lack auf die Zähne aufgetragen werden. So fluoridiert sind Ihre Zähne vor den Säureangriffen der Mundbakterien geschützt.

Ablauf der Professionellen Zahnreinigung
• Untersuchung und Besprechung der Befunde
• Entfernen harter und weicher Beläge
• Reinigung der Zähne und der Zahnzwischenräume
• Auftragen eines Fluoridlacks oder -gels
• Anleitung zur richtigen Mundhygiene

Laut IGeL-Monitor gesundheitlicher Nutzen der PZR noch unklar

Experten des Medizinischen Diensts der Krankenkassen (MDS) gehen in ihrem IGeL-Monitors davon aus, dass der gesundheitliche Nutzen der PZR noch nicht restlos geklärt ist. Zumindest für Erwachsene, die keine Parodontitis haben (vgl. IgeL-Monitor). „Unklar“ heißt aber nicht, dass die PZR negativ oder schlecht für die Zahngesundheit ist. „Unklar“ besagt lediglich, dass es noch keine geeigneten Studien gibt, die den positiven Effekt eindeutig belegen.

Überempfindliche Zahnhälse nach PZR

Nach einer professionellen Zahnreinigung kann es sein, dass Ihre Zähne etwas stärker auf Kälte oder Hitze reagieren. Das ist aber kein Grund für Sorge. Denn diese Überempfindlichkeit besteht nur für kurze Zeit. Gegebenenfalls kann Ihr Zahnarzt auch ein spezielles „Desensibilisierungsmittel“ zur schnelleren Verringerung dieser Überempfindlichkeit auftragen.

Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten

Der Gesetzgeber regelt im Sozialgesetzbuch V für die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) den Leistungsumfang der von den Krankenkassen zu tragenden zahnärztlichen Behandlung. Die professionelle Zahnreinigung ist nicht im Leistungskatalog der GKV enthalten. Daher wird die professionelle Zahnreinigung für gesetzlich Versicherte als Privatleistung angeboten. Eine gründliche PZR benötigt Zeit. Rechnen Sie mit 40 bis 60 Minuten. Die Kosten für diese Profi-Reinigung liegen zwischen 60 und 150 Euro. Zwar gehört die PZR nicht in den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen. Dennoch beteiligen sich einige Krankenkassen an den Kosten. Eine Untersuchung von proDente ergab, dass von 114 gesetzlichen Krankenkassen 103 die Kosten einer PZR bezuschussen oder sogar komplett erstatten. Im Zweifelsfall sollten Sie daher bei Ihrer Krankenkasse nachfragen.

103 von 114 gesetzlichen Krankenkassen zahlen oder bezuschussen eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt (© proDente e.V./Pia Bublies)
103 von 114 gesetzlichen Krankenkassen zahlen oder bezuschussen eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt (© proDente e.V./Pia Bublies)

(Foto: zahnputzladen.de)

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