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Zahnpflege auf höchstem Niveau

Zahnpasten und ihr Inhalt.

Zahnpasten und ihre Inhaltsstoffe

Haben Sie sich nicht schon einmal gefragt, was in Ihrer Zahnpasta eigentlich drin ist, bzw. wofür die einzelnen Inhaltsstoffe von Zahnpasten, die auf der Schachtel oder der Tube stehen, eigentlich nötig sind? Hier erfahren Sie es.

Die Umverpackung gibt Auskunft – wenn man die Angaben entschlüsseln kann

Der Umverpackung der elmex® SENSITIVE PROFESSIONAL™ Zahnpasta können wir folgende englische Angaben entnehmen: Calcium Carbonate, Aqua, Glycerin, Sodium Lauryl Sulfate, Arginine, Sodium Monofluorophosphate, Aroma, Cellulose Gum, Sodium Bicarbonate, Tetrasodium Pyrophosphate, Benzyl Alcohol, Sodium Saccharin, Sodium Hydroxide, CI 77891. Was uns nicht unbedingt schlauer macht. Oder hätten Sie gewußt, das es sich bei der Bezeichnung CI 77891 um das Weißpigment Titandioxid handelt?

Aufdruck der Inhaltsstoffe gemäß INCI auf einer Zahnpastaverpackung
Aufdruck der Inhaltsstoffe gemäß INCI auf einer Zahnpastaverpackung

 

Aber gehen wir doch zunächst zu den Grundlagen. Eine herkömmliche Zahnpasta besteht in der Regel aus:

  • Putzkörper
  • Schaumbildner
  • Feuchthaltemittel
  • Geschmacksstoffe
  • Farb- und Konservierungsmittel
  • Bindemittel
  • Farbstoffe
  • Therapeutische Wirkstoffe

Zahnpasten sind Kosmetika

Zahnpasten gehören zur Gruppe der Kosmetika. Daher gilt für ihre Herstellung und ihren Vertrieb das Kosmetikrecht, das in der EU durch die EU-Kosmetikverordnung (Verordnung (EG) Nr. 1223/2009) einheitlich geregelt ist. Laut dieser Verordnung sind kosmetische Mittel „Stoffe oder Stoffgemische, die dazu bestimmt sind, äußerlich mit den Teilen des menschlichen Körpers (Haut, Behaarungssystem, Nägel usw.) oder mit den Zähnen und den Schleimhäuten der Mundhöhle in Berührung zu kommen, und zwar zu dem ausschließlichen oder überwiegenden Zweck, diese zu reinigen, zu parfümieren, ihr Aussehen zu verändern, sie zu schützen, sie in gutem Zustand zu halten oder den Körpergeruch zu beeinflussen.“ (Art. 2 Abs. 1 Buchstabe a).

Auf Grundlage der Kosmetikverordnung sind daher die Inhaltsstoffe (Ingredients) der Zahnpasta auf der Verpackung entsprechend der International Nomenclature Cosmetic Ingredients (Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe, INCI) angegeben. Wobei die Inhaltsstoffe fallend nach dem Gewicht geordnet sind. Als erstes stehen also immer die Stoffe, von denen das Produkt am meisten enthält. Stoffe, die mit weniger als 1 Prozent in der Zahnpasta enthalten sind, werden in ungeordneter Reihenfolge aufgeführt. Farbstoffe stehen am Ende der Liste. Für sie gelten die sogenannten Colour-Index-Nummern, das ist die Abkürzung CI und eine fünfstellige Nummer. Riech- und Aromastoffe werden mit dem Begriff  „Parfum“ oder „Aroma“ bezeichet.

Die Mischung macht’s

Während die Putzkörper (z.B. Hydrated Silica) die mechanische Reinigung der Zähne unterstützen, lockern die Schaumbildner (z.B. Natriumlaurylsulfat) den Zahnbelag auf. Außerdem verringern sie die Oberflächenspannung des Speichels, wodurch die Wirkstoffe der Zahnpasta die Zahnoberflächen besser benetzen. Wenn in Zahnpasten Aminfluorid enthalten ist, dann wirkt diese Substanz sowohl als Kariesschutz als auch als Schaummittel.

Damit die Zahnpasta nicht zu schnell in der Tube austrocknet werden Feuchthaltemittel, beispielsweise Glycerin oder Propylenglykol, beigefügt. Zusätzlich verleihen Geschmacks- oder Aromastoffe (z.B. Pfefferminzöl, Anisöl, Menthol), aber auch Süßstoffe wie Saccharin oder Aspartam der Zahnpasta einen frischen Geschmack.

Für die cremige Konsistenz der Zahnpasten sorgen Bindemittel, die die Trennung der flüssigen Bestandteile von den festen Bestandteilen verhindern. Solche Bindemittel sind beispielsweise Alginat, Carrageenan oder Methylcellulose. Während der Zahnpasta zugemischte Konservierungsmittel (z.B. Natriumgluconat) die Paste länger frisch halten, dienen Farbstoffe (z.B. Titandioxid oder Patentblau V) lediglich der besseren Optik bzw. der Markenerkennung. Denken Sie nur an die rotgestreifte Signal. Mit der Qualität der Paste haben die Farben aber nichts zu tun.

Therapieunterstützende Zusätze in Zahnpasten

Zur „therapieunterstützenden“ Wirkung von Zahnpasten, z.B. von Zahnpasten zum Schutz vor Karies, zum Schutz vor Zahnstein, zum Schutz vor Parodontitis oder zum Schutz empfindlicher Zähne, werden spezielle Zusätze beigemischt. So wirken Fluoridzusätze gegen Karies. Fluoridhaltige Zahnpasten dürfen in Deutschland maximal 1.500 ppm (d. h. 0,15%) Fluorid enthalten, wobei die Fluoridzusätze auf der Packung zu kennzeichnen sind. Hingegen enthalten „Kinderzahnpasten“ für Kinder bis zum 6. Lebensjahr maximal 500 ppm Fluorid.

Einige Zahnpasten enthalten Kräuterextrakte oder Vitamin A zur Kräftigung des Zahnfleisches oder Pyrophosphate zur Hemmung der Zahnsteinbildung. Während Strontiumchlorid, Kaliumchlorid  oder Kaliumnitrat bei überempfindlichen Zahnhälsen helfen, wirkt Chlorhexidindigluconat (CHX) gegen Bakterien.

Zahnpasten und ihre Inhaltsstoffe
Zahnpasten und ihre Inhaltsstoffe

Kinderzahnpasten mit verringertem Fluoridgehalt

Neben den normalen Zahnpasten bietet der Handel auch spezielle Kinderzahnpasten an. Diese Zahnpasten haben einen verringerten Fluoridgehalt von maximal 500 ppm. Ab dem Durchbruch des ersten Milchzahnes sollten Sie diese Zahnpasta verwenden. Bis zum 2. Geburtstag sollte 1 x täglich, danach 2 x täglich mit einer erbsengroße Portion (≈ 0,25 g) Kinderzahnpasta geputzt werden. Ab Schuleintritt können Sie dann die Zähne ihres Kindes mit einer „Erwachsenenzahnpasta“ mit einem normalen Fluoridgehalt von 1.000 bis 1.500 ppm putzen.

(Foto: © TATIANA / Fotolia)

Inhaltsstoffe kurz erklärt

Aluminiumoxid (Alumina)

Aluminiumoxid wird Zahnpasten als Putzkörper zugesetzt. Mit HIlfe dieser Putzkörper wird der Zahn abgeschmirgelt und poliert. Auf einigen Zahnpastatube oder Zahnpastaverpackungen ist ein RDA-Wert angegeben. Dieser Wert ist ein Hinweis auf die Abrasivität der Zahnpasta.
Seit einiger Zeit besteht der Verdacht, dass Aluminiumverbindungen doch nicht so harmlos sind.

Externe Links:

 

Anethol

Anethol findet man in ätherischen Ölen vieler Kräuter (z.B. Anis, Fenchel). Es ist ein Aroma- und Duftstoff, der antibakteriell und zum Teil auch antiviral wirkt.

Aqua (Wasser)

Aqua dient als Lösungsmittel. Für die Herstellung von Zahnpasten wird gereinigtes, keimfrei gemachtes Wasser verwendet. Dieses ist destiliertes Wasser oder durch Ionenaustauscher oder Umkehr-Osmose demineralisiertes Wasser.

Bentonit

Bentonit entsteht aus Asche, die bei einem Vulkanausbruch tonnenweise emporgeschleudert wird. Die Asche verwittert und es entsteht eine mineralstoffhaltige Erde. In Zahnpasten unterstützt die Entfernung von Zahnbelägen und wirkt aufgrund seines Reichtums an Kalzium, Magnesium und Siliziumdioxid remineralisierend.

Bisabolol

Ein im ätherischen Öl der Kamille vorkommender Wirkstoff mit entzündungswidrigen, desinfizierenden und wundheilungsfördernden Eigenschaften. Gesundheitlich unbedenklich.

Calcium Carbonate

Calcium Carbonate wirken in der Zahnpasta schleifend und polierend und entfernen Beläge von den Zähnen.

Cellulose Gum (Natrium-Carboxymethylcellulose)

Cellulose Gum unterstützt die Emulsionsbildung und erhöht die Viskosität (Zähigkeit) der Zahnpasta.

Cetylpyridinium Chloride

Cetylpyridinium Chloride wirkt gegen Bakterien (antiseptische Wirkung). In Zahncremes wird Cetylpyridiniumchlorid zur Vorbeugung gegen Zahnbelag und Zahnfleischentzündungen, aber auch gegen Mundgeruch (Halitosis) eingesetzt. Bei Daueranwendung kann Cetylpyridinium zur Verfärbung von Zähnen und Zunge kommen. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören allergische Reaktionen und eine Sensibilisierung.

Chlorhexidin (Gluconat, CHX)

Chlorhexidin wirkt gegen Bakterien (antiseptisch). Chlorhexidinhaltige Zahncremes enthalten kein Natriumlaurylsulfat als Schaumbildner, da Natriumlaurylsulfat die Wirkung von Chlorhexidin beeinträchtigt. In der Zahncreme ist Chlorhexidin es in Konzentrationen enthalten, die als gesundheitlich unbedenklich gelten. Chlorhexidin kann bei längerem Gebrauch die Zähne verfärben.

CI (C.I., Color Index-Nummer)

CI (C.I.) steht für Color-Index-Nummer, also für Farbstoffe, die in der Zahnpasta enthalten sind. Diese Nummer wird für jeden Farbstoff, der in der Zahnpasta verwendet wird, vergeben. Daher kann die Angabe der Inhaltsstoffe auch mehrere Color-Index-Nummern aufweisen.
Beispielsweise steht die Color-Index-Nummer CI 77891 für das weiße Pigment Titandioxid (Titanium dioxide), mit dem eine weiße Zahnpastafärbung erzeugt wird.

Fluoride (Amin-, Natrium-, Zinkfuorid etc.)

Neben der regelmäßigen Zahnpflege und der richtigen Ernährungsweise schützt Fluorid die Zähne vor Karies. Denn das Fluorid lagert sich in den Zahnschmelz ein. Dadurch wird der Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen kariesauslösende Säureattacken und die dadurch verursachte Entkalkung. Zudem fördern Fluoride, dass sich Calcium und Phosphat aus dem Speichel in den Zahnschmelz einlagern (Remineralisierung). So entsteht eine Schutzschicht.

Dennoch: Karies ist keine Fluoridmangelkrankheit! Wer sich frei von Zucker und Zuckerzusätzen in Lebensmitteln ernährt und eine optimale Mundhygiene betreibt, der braucht sich vor Karies kaum zu fürchten. Aber leben Sie wirklich so? Wenn nicht, dann sind Fluoride nützlich.

Fluoride können auf unterschiedliche Weise in den Zahnschmelz gelangen. Entweder äußerlich (=lokale Fluoridierung) durch Zahnpasten, Gele oder Mundwasser, oder innerlich (=systemische Fluoridierung), über das Trinkwasser, die Nahrung, fluoridiertes Speisesalz oder Fluorid-Tabletten.

Die Fluoridierung richtet sich nach dem Alter

  • Nach Durchbruch des ersten Milchzahns:
    Verwendung eines dünnen Films einer Kinderzahnpasta (500 ppm Fluorid) einmal täglich.
  • Ab dem 2. Geburtstag:
    Verwendung einer erbsengroßen Menge einer Kinderzahnpasta (500 ppm Fluorid) zweimal täglich.
  • Nach Durchbruch des ersten bleibenden Zahns (etwa mit 6 Jahren):
    Verwendung einer Zahnpasta für Erwachsene (1.000 - 1.500 ppm Fluorid) zweimal täglich.

Mehr Informationen auf diesem Blog:

Glycerin (Glyzerin)

Glycerin, auch Glycerol bezeichnet, ist ein natürlicher Bestandteil von Fetten und Ölen, die hauptsächlich aus Triglyceriden bestehen. In Zahnpasten wird Glycerin als Feuchtigkeitsspender verwendet. Gesundheitlich unbedenklich.

Hydroxybenzoesäureester

Hydroxybenzoesäureester dient als Konservierungsmittel.

Hydroxylapatit

Hydroxylapatit ist ein hydroxyliertes Calciumphosphatsalz von hohem Härtegrad. Es bildet den Hauptbestandteil der anorganischen Substanz in Knochen und Zähnen. In Zahnpflegeprodukten soll sich Hydroxylapatit mit der Zahnoberfläche verbinden und den Zahnschmelz remineralisieren. Außerdem soll Hydroxylapatit offene Dentinkanälchen verschließen. Dadurch wird die Schmerzempfindlichkeit bei empfindlichen Zahnhälsen verringert.

Kieselsäure (Hydrated Silica)

Kieselsäure dient als Putzkörper und verbessert die Konsistenz der Zahncreme. Durch diese Schleifkörper werden Beläge und oberflächliche Verfärbungen "weggeschmiergelt". Gesundheitlich unbedenklich.

Knorpeltang (Chondrus Crispus Powder, Carrageen)

Knorpeltang oder Irish Moss wird als Binde- und Geliermittel genutzt. Gilt gesundheitlich als unbedenklich.

Kokosbetain (Cocamidopropyl)

Kokosbetain ist eine aus Kokosfettsäure gewonnene waschaktive Substanz (Tensid), die die Schaumbildung verstärkt. Gilt als gesundheitlich unbedenklich.

Lauryl Sulfate (Natriumlaurylsulfat, Natriumdodecylsulfat, Sodiumlaurylsulfat (SLS), Sodium Laureth Sulfat)

Diese Substanz ist in vielen Zahnpasten zu finden. Lauryl Sulfate gelten als Reinigungsmittel, Fettlöser und Schaumbildner. Außerdem wirkt dieser Inhaltsstoff  antibakteriell und antiviral. Bei einigen Anwendern soll es zu Reizungen und allergischen Reaktionen in der Mundschleimhaut kommen. Die Laurylsulfate sind auch die Ursache, warum nach dem Zähneputzen unserer Geschmackssinn gestört ist und Süßes zunächst unangenehm schmeckt. Da  viele Produkte ohne Lauryl Sulfate angeboten werden, ist eine Alternative gegeben.

Limonene (Limonen)

Limonene ist ein deklarationspflichtiger Duftstoff, der z.B. in Zitronen vorkommt. In höheren Dosen kann Limonene eine hautreizende Wirkung haben und bei Duftstoffallergikern Reaktionen auslösen. Duftstoffallergiker können auf duftstofffreie Zahnpasta ausweichen. In niedrigen Konzentzrationen gilt der Duftstoff als gesundheitlich unbedenklich.

Menthol (Pfefferminzöl)

Menthol ist im ätherischen Öl von Pflanzen der Gattung Mentha zu finden, kann aber auch synthetisch hergestellt werden. Zahnpasten wird es als Duft- und Aromastoff zugesetzt.

Homöopathieverträgliche Zahnpasten (z. B. elmex mentholfrei, Biodent Zahnpasta) enthalten kein Menthol, da Menthol eine homöopathische Behandlung stören könnte. Diese Zahnpasten eignen sich auch für Personen mit einer Menthol-Allergie.

Natriumphosphat (Trisodium Phosphate)

Natriumphosphat ist ein Waschzusatz. In geringen Mengen ist es gesundheitlich unbedenklich.

Panthenol (Provitamin B5)

Panthenol hilft, die Schleimhäute fecht zu halten, hemmt Entzündungen und fördert die Wundheilung und beugt Hautreizungen vor. Panthenol dringt in die Schleimhaut ein und wird dort zu Pantothensäure umgewandelt. Äußerlich angewendetes Panthenol wird gut vertragen.

Parabene

Da Parabene Pilze und Bakterien abtöten, werden sie in der pharmazeutischen Industrie, in Kosmetika und in Lebensmitteln häufig als Konservierungsmittel eingesetzt. Allerdings stehen Parabene in letzter Zeit etwas in der Kritik. Ihnen wird vorgeworfen, sich im menschlichen Körper abzulagern, störend in das Hormonsystem von Kindern einzugreifen und die Fähigkeit zur Fortpflanzung einzuschränken.

Die Langzeitwirkung von Parabenen in Kosmetika ist noch nicht ausreichend erforscht. Auch Zahnpasten können Parabene als Inhaltsstoff enthalten, allerdings nur in sehr geringer Menge. Wer ganz auf Parabene verzichten will, wird auf dem breiten Markt der Zahnpastaprodukte fündig. Denn viele Zahnpasta-Hersteller verwenden keine Parabene mehr in ihren Produkten.

NIcht alle Parabene sind auf dem ersten Blick am Zusatz "...paraben" (z. B. Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl-, Benzylparaben) zu erkennen. Es werden auch BEgriffe verwendet, die nicht das
Wort „Paraben“ enthalten (z. B. Parahydroxybenzoat, Oxybenzoesäure, Oxybenzoat, Hydroxybenzoesäure, Hydroxybenzoat, PHB-Ester).

Externer Link:

Polyethylen (PE), Polypropylen (PP)

Die Kunststoffe Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) werden in einigen Zahnpasten als Schleifmittel eingesetzt. Mit Folgen für die Umwelt. Denn die mikroskopisch kleinen Plastikpartikel (sog. Mikroplastik) werden in Kläranlagen nicht gefildert und gelangt so über das Abwasser in Flüsse und Meere und über die Nahrungskette  letztlich wieder in unseren Körper. Man geht davon aus, dass jährlich etwa 16.000 Tonnen Mikroplastik aus Kosmetikprodukten in die Meere gelangen. Laut BUND gab es 2014 keine Zahnpasta mehr, die Mikroplastik enthält. Jedoch kam 2017 mit dem Zahnfleischpflege-Gel Parodont wieder ein Produkt mit dem Mikroplastik Polyethylen auf den Markt (vgl. ZM 3/2018).  Seit 2018 ist es in Großbritannien verboten, in Kosmetik Mikroplastik zu verarbeiten. In Deutschland besteht eine Selbstverpflichtung der Industrie zum Ausstieg bis zum Jahr 2020.

Externe Links zum Thema:

Pyrophosphat

Pyrophosphat, das Salz der Pyrophosphorsäure, hemmt die Mineralisation von Zahnbelag (Plaque). Die Bildung von Zahnstein wird dadurch zwar nicht verhindert aber verringert.

Saccharin

Saccharin ist ein synthetischer Süßstoff mit sehr hoher Süßkraft. Saccharin ist zwar etwa 550 mal süßer als Zucker, verursacht aber keine Karies. In der in Zahnpasten vorhandenen geringen Menge ist Saccharin gesundheitlich unbedenklich.

Sodium Bicarbonate (Natriumbicarbonat, Natron, Natriumhydrogencarbonat)

Durch seine schleifende und polierende Wirkung wird Sodium Bicarbonat vielen Zahnpasten zum Entfernen von Zahnbelag zugesetzt.

Sodium Methyl Cocoyl Taurate

Sodium Methyl Cocoyl Taurate ist eine waschaktive Substanz (Tensid) mit schäumender Wirkung. Gesundheitlich unbedenklich.

Sorbitol (Sorbit)

Sorbitol schützt die Zahnpasta vor dem Austrocknen, trägt zum frischen Geschmack der Zahnpasta bei und ist dabei nicht kariogen (kariesfördernd). Sorbitol ist ein Zuckeraustauschstoff, der in einigen Früchten wie beispielsweise Äpfel, Birnen, Pflaumen oder Pfirsische vorkommt. In Zitrusfrüchten oder Beerenfrüchten ist dagegen wenig oder kein Sorbit enthalten. Der Zuckeraustauschstoff wird nicht immer gut vertragen. Übermäßiger Verzehr kann abführend wirken. Daher müssen Nahrungsmittel, die über zehn Prozent Sorbit enthalten, mit dem Zusatz "kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken" gekennzeichnet werden. Menschen, die an einer Sorbit leiden, dürfen kein Sorbit zu sich nehmen. Gleiches gilt für Menschen mit einer Fructoseintoleranz, da Sorbitol in einem geringen Ausmass in der Leber zu Fructose umgewandelt wird.

Strontiumsalz (Strontiumchlorid, Strontiumacetat)

Strontiumsalze, wie Strontiumchlorid oder Strontiumacetat wirken gegen überempfindliche Zähne indem sie eine Schutzschicht auf freiliegendem Dentin bilden. Allerdings ist diese Schutzwirkung nicht sehr stark.

Titandioxid (CI 77891)

Titandioxid ist ein weiß machender Farbstoff, der in vielen Zahnpasten enthalten ist. Einige Studien kommen aufgrund von Tierversuchen zu dem Ergebnis, dass Nonapartikel aus Titandioxid nicht ganz unbedenklich sind. So wurde beispielsweise bei Mäusen eine akute Darmentzündung verstärkt.

Links:
https://gut.bmj.com/content/gutjnl/66/7/1216.full.pdf
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/76366/Kritik-am-Urteil-der-Europaeischen-Chemikalienagentur-zu-Titandioxid

Triclosan

Triclosan ist gegen Bakterien und schwächer gegen Pilze wirksam. Daher ist es Inhaltsstoff von einigen Zahncremes, die vor Parodontitis schützen sollen. Triclosan ist jedoch sehr umstritten. Es wird u.a. mit einer Störung der Schilddrüsenfunktion und der Entstehung von Krebs in Verbindung gebracht. Außerdem steht die Substanz im Verdacht, Resistenzen gegen Antibiotika zu begünstigen (vgl. zm-online). In den USA ist Triclosan verboten. In Europa kann der Stoff noch Kosmetika, damit auch Zahnpasten, zugesetzt werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät davon ab, Triclosan zur Desinfektion im Haushalt zu verwenden. Daher sollte es möglichst vermieden werden. Gesundheitsexperten fordern sogar  ein weltweites Verbot von Triclosan (vgl. Triclosan weltweit verbieten).

Xanthan (Xanthan Gum)

Die Bakterienart Xanthomonas campestris wandelt Zucker in Xanthan um. Xanthan wird Zahncremes als Verdickungsmittel zugesetzt. Gilt gesundheitlich als unbedenklich.

Xylit (Xylitol)

Xylit ist ein Zuckeraustauschstoff aus der Gruppe der Zuckeralkohole, der nicht kariesfördernd (kariogen) wirkt, da die Karies verursachenden Bakterien diesen Stoff nicht verarbeiten können. Xylit hemmt außerdem das Wachstum kariogener Bakterien. Gewonnen wird Xylit vorwiegend aus der Birke.

In hohen Dosen kann Xylit abführend wirken. Entsprechende Hinweise müssen sich auf Lebensmitteln befinden, deren Anteil an Xylit mehr als zehn Prozent beträgt.

 

Weitere Informationen im Internet

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